Biergarten am Stadtplatz

Der Betreiber des Dönerhauses am Stadtplatz darf in den Sommermonaten einen kleinen Biergarten vor seinem Laden errichten - aber mit Auflagen. Das hat der Bau- und Umweltausschuss am Mittwochabend beschlossen.

Neumarkt-St. Veit - "Eine schwierige, wenn auch kleine Sache", meinte Bürgermeister Erwin Baumgartner. Zum einen verliere man wieder Parkplätze und man könne nicht sagen, wie der Freisitz angenommen wird, aber "mit welcher Begründung lehnen wir das ab, wenn wir es allen anderen auch erlaubt haben?"

Die gewünschte Fläche, von sechs mal sechs Metern sei nicht realisierbar, so das Neumarkter Stadtoberhaupt, weil die Freifläche dann über die Parkbuchten hinaus in die Einfahrtszone ragen und zudem Gully und Kanalschacht überdecken würde. Deswegen lautete der Beschlussvorschlag, einen Biergarten auf der Fläche von zwei Parkplätzen - fünf mal fünf Meter - zu genehmigen.

Peter Hobmaier befürchtete "ein Chaos" an der Ecke Bleibrunner-Dönerhaus, vor allem weil dort immer viele Lieferanten für die umliegenden Geschäfte beim Entladen parken würden. Außerdem äußerte er Bedenken, was Feuerwehr und Rettungsdienst betrifft: "Kommen die da dann noch vorbei?"

Michael Asbeck meinte: "Der Gerechtigkeit halber müssen wir es ihn machen lassen." Und Reinhard Fuchs schlug vor diesen Fall als Anlass zu nehmen, um eine Richtline für Freisitze und Terrassen am Stadtplatz zu erarbeiten.

Schlussendlich stimmte der Bau- und Umweltausschuss dem Biergarten auf einer Fläche von zwei Parkplätzen geschlossen zu, unter der Bedingung, dass die Feuerwehr es auch für unbedenklich hält. Über die Gestaltung wird in einer späteren Sitzung in Abstimmung mit dem Denkmalamt entschieden werden.

Funkmasten abgelehnt

Der Bau- und Umweltausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend klar gegen die Errichtung eines Funkmastens neben dem Bahnhofsgebäude ausgesprochen. Die Bahn hatte beantragt neben den Radlständern beim Postanbau einen zehn Meter hohen Funkmasten für ihren eigenen Bahnfunk aufstellen zu dürfen. Dieser diene nur dem Betrieb der Züge, erklärte Bürgermeister Erwin Baumgartner. Die Nutzung der Bahn sei exklusiv, andere Betreiber könnten sich dort nicht einklinken. Damit könne mit dem Funkmasten keine Verbesserung beispielsweise der Breitbandsituation erzielt werden.

Zudem versichere die Bahn, dass die Funkstrahlung entlang der Gleise ausgerichtet werden und nicht in die Breite gehen würde. Baumgartner wolle das Thema "nicht dramatisieren", aber einen Funkmasten wolle niemand vor der Haustür haben. Mobilfunk ist nicht nur in anderen Gemeinden ein hoch emotional diskutiertes Thema, sondern ruft auch in der Rottstadt Bedenken hervor. Kurz nachdem bekannt geworden war, dass das Thema im Ausschuss behandelt werden würde, habe er bereits die erste Einwendung bekommen, so Baumgartner. Er gab weiter zu bedenken, dass sich direkt gegenüber den Gleisanlagen Wohnhäuser mit ihren Terrassen befinden.

Den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses erschien der von der Bahn ausgewählte Standort als ungeeignet: zu nah am historischen Bahnhof, zu nah an der Wohnbebauung. Das Gremium lehnte den Antrag einstimmig ab. alx

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