Bessere Förderung der Wirtschaft

Neumarkt-St. Veit - CSU-Bürgermeisterkandidat Michael Kulhanek stellte sich im vollbesetzten Saal beim "Wirt z'Teising" der interessierten Hörerschaft vor. Viel Beifall erhielt er, weil er künftig die Vorschläge der Neumarkter Bürger sammeln, bündeln und auch behandeln will. Dazu wird er in Bürgerversammlungen, auch im Außenbereich, die Wünsche erfragen.

Kulhanek will weiterhin mit der Jugend besprechen, was sie am Ort halten könne. Für die Senioren möchte er neue Lebensformen ermöglichen, wodurch sie sich "mittendrin im gesellschaftlichen Leben" fühlen.

Stadtratskandidat Michael Behrens zeigte anhand aktueller Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, dass die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse entgegen dem Trend in Bayern, Oberbayern und dem Landkreis in Neumarkt seit 2002 um zirka acht Prozent zurückgegangen seien. Nur 524 Neumarkterinnen und Neumarkter hätten derzeit auch eine Beschäftigung in der Heimatgemeinde, über 1600 Personen müssten dagegen auspendeln. Kulhanek gab das Ziel aus, dass bis 2020 mindestens wieder die Zahl der Arbeitsmöglichkeiten aus dem Jahr 2002 erreicht sein müsse. "Das ist ein realistisches Ziel und sicher nicht zu viel verlangt", sagte Kulhanek. Er sei bereit, sich aktiver einzusetzen und dafür die Wirtschaftsförderung im Neumarkter Rathaus zu professionalisieren.

Stadtratskandidat Uwe Beckel brachte ein Umdenken bei der Vermarktung der Gewerbegründe in der Landshuter Straße ins Gespräch. Er schlug vor, wie für die Wohnbaugrundstücke nördlich der Alten Teisinger Straße bereits erfolgt, auch für das Gewerbegebiet ein Bodengutachten zu erstellen und damit deutlich zu machen, dass einer erfolgreichen Ansiedlung in Neumarkt nichts entgegenstehe.

Kulhanek schlug auch vor, die städtische Förderquote für die Vereine zu erhöhen, die intensive Jugendarbeit leisten. "Mehr Jugendarbeit, mehr Förderung", fasste er zusammen. Derzeit erhalten die Vereine von der Stadt 20 Prozent ihrer Investitionen bezuschusst. "Diesen Fördersatz möchte ich abhängig von der Zahl der aktiven Jugendlichen im Verein erhöhen", kündigte er an. Die zusätzlichen Kosten seien vertretbar, der zusätzliche Nutzen unbezahlbar, so Kulhanek. nz

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