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Gerüchte um Herkunft des Steins halten sich hartnäckig

Bayerwald-Granit ersetzt den Klinker: Stadtplatz in Neumarkt zeigt bereits sein neues Gesicht

Gredstreifen, Granit, Parkplatz: Der Neumarkter Stadtplatz verändert immer mehr sein Aussehen. Die Frischzellenkur kommt bei den meisten Bürgern offensichtlich gut an, wie Thomas Volgsamer bestätigt.
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Gredstreifen, Granit, Parkplatz: Der Neumarkter Stadtplatz verändert immer mehr sein Aussehen. Die Frischzellenkur kommt bei den meisten Bürgern offensichtlich gut an, wie Thomas Volgsamer bestätigt.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Es geht aufwärts – und das gilt sinnbildlich nicht nur für den Baufortschritt am Neumarkter Stadtplatz. Denn die Pflasterer arbeiten sich allmählich in Richtung Oberes Tor vor. Und immer noch muss der Bürgermeister mit Gerüchten aufräumen, was die Herkunft des Granits betrifft.

Neumarkt-St. Veit – Am Donnerstag waren die Pflasterer bereits auf Höhe des Fruhmannhauses angelangt, wo das Kleinsteinpflaster für die lang ersehnten Parkplätze neu verlegt wird. Der neue Gehweg an dieser Seite ist bereits weitgehend fertiggestellt. Es ist zu sehen, wie sich der Granit optisch in den Stadtplatz einfügt, der ihm anstelle der Klinkersteine ein völlig anderes Aussehen verleiht.

Baumgartner betont: Kein Granit aus China

Ein Aussehen, das in der Bevölkerung offenbar überwiegend gut ankommt, wie die Nachfrage bei Thomas Voglsamer ergibt. Der Bauhofmitarbeiter der Stadt wurde als Schaltstelle zwischen Bürger und Stadt abgestellt, steht zur Verfügung, wenn es Fragen rund um die Baumaßnahme gibt.

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„Bisher konnten Probleme, die meinen Zuständigkeitsbereich betreffen stets vor Ort gelöst werden“, zieht der Bauhofmitarbeiter eine zufriedene Bilanz nach knapp einem Jahr Baustellenerfahrung. „Dass die Geschäftsleute nicht jubeln, ist klar, weil ihnen die Parkplätze fehlen.“ Jedoch die Rückmeldung der Passanten sei positiv. „Vor allem in den vergangenen Tagen, nachdem der Granit auf den Gehwegen verlegt worden ist, war oft zu hören: Schön, jetzt sieht man was!“

Schon im Juni erklärt, dass keine Kinderarbeit im Spiel ist

Zustimmung auch bei Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner. „Genau so habe ich es mir vorgestellt“, meint er nach Begutachtung der nun breiteren Gehwege, in der auch der Gredstreifen schon deutlich erkennbar ist.

Gerade diese Granitplatten liefern seit einiger Zeit Gesprächsstoff, wie Baumgartner erklärt. Er habe schon im Juni erklärt, dass die Vergabe der Bauarbeiten so ausgeschrieben und dann auch vergeben wurden, dass keine Granitsteine eingebaut werden dürfen, die mit ausbeuterischer Kinderarbeit produziert wurden.

Eindeutig belegt: Der Granit kommt aus dem Bayerwald

„Trotzdem wird uns immer wieder berichtet, dass hier andere Meinungen im Umlauf sind.“ Die Stadt hat deshalb von der beauftragten Firma die Unterlagen (Lieferscheine) angefordert und dem Bau- und Umweltausschuss das Ergebnis präsentiert. Baumgartner: „Es ist eindeutig, dass der zu verbauende Granit aus dem Bayerwald, Bruchort Brand/Hauzenberg, ist und auch den Vorgaben der Bruchfestigkeit, der Dauerhaftigkeit und auch den Anforderungen gegen Frost- Tauwechsel und Tausalz standhält.“

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CE-Prüfzeugnisse lagen frühzeitig vor

Hierfür seien der Stadt schon zur Vergabe die CE-Prüfzeugnisse vorgelegen. „Auch die Behauptung, dass es keine heimischen Granitsteine sind, da sie nicht auf Euro-Paletten geliefert wurden, ist falsch. Die Platten werden wegen ihres Gewichtes auf Einwegpaletten angeliefert“, stellt Baumgartner klar.

Baustelle ein bis zwei Wochen in Verzug

Ungeachtet dessen schreiten die Arbeiten gut voran, auch wenn Baumgartner eingestehen muss, dass die Baustelle etwas dem Zeitplan hinterherhinkt. Von ein bis zwei Wochen spricht er. Eine Verzögerung, die sich durch die archäologischen Funde ergeben und sich auf die Pflasterarbeiten ausgewirkt habe. Diese Zeit könne man aber aufholen, wenn die Pflasterarbeiten dafür nahtlos in Richtung Norden in den Bauabschnitt B, der den oberen Stadtplatz (Westseite) betrifft, übergehen.

Weitere Artikel zur Stadtplatzgestaltung finden Sie hier.

Straßenbauer arbeiten mit zwei Trupps

Wie aktuell die Stadt dazu mitteilt, arbeiten die Straßenbauer derzeit mit zwei Trupps. Eine Mannschaft ist mit dem Unterbau und den Einbauten wie Sinkkästen und dergleichen beschäftigt. Der zweite Trupp kümmert sich um die Pflasterung des endgültigen Belags. Für die Verlegung auf den Straßenverkehrsflächen würden gebrauchte Steine verwendet.

Gebrauchte Steine werden neu verlegt

Beide Gruppen arbeiten sich in Richtung Norden vor. Um einen möglichst reibungslosen Bauablauf zu gestalten, werden die Pflasterer nach Angaben der Stadt auch den Gehweg nach oben weiterbauen – vorab auch schon im nächsten Baufeld. „Dies hilft, Verzögerungen zu vermeiden, da die Fußgänger umso eher den fertigen Gehweg nutzen können und sie nicht so lange auf provisorischen Kieswegen durch das Baufeld gehen müssen“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Die Baustelle werde Richtung Norden immer schmaler. Es sei sinnvoll, dass der Gehweg fertig ist, bevor an den Parkflächen der Unterbau in Angriff genommen wird.

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