Wer baut den Funkmasten in Hofthambach? Der Stadt stehen 500000 Euro zur Verfügung

Je höher die Erhebung, desto besser die Abdeckung:Zwischen Oberwiesbach und Hofthambach bietet sich ein Hügel an, auf dem der Mast gebaut werden könnte. Aktuell kämpfen die dort lebenden Neumarkter mit einem riesigen Funkloch dpa/Julian Stratenschulte
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Je höher die Erhebung, desto besser die Abdeckung:Zwischen Oberwiesbach und Hofthambach bietet sich ein Hügel an, auf dem der Mast gebaut werden könnte. Aktuell kämpfen die dort lebenden Neumarkter mit einem riesigen Funkloch dpa/Julian Stratenschulte

Qual der Wahl: Entweder selbst bauen und vermieten oder einen Mobilfunkanbieter unterstützen. Der Stadt Neumarkt-St. Veit stehen dafür bis zu 500000 Euro zur Verfügung.

Neumarkt-St. Veit – Der Luxus, nicht erreichbar zu sein: Was für den einen zum Wohlempfinden beitragen kann, geht den allermeisten gehörig auf die Nerven. Vor allem, wenn man in Regionen wohnt, wo es gar keine Mobilfunkverbindung gibt. Sogenannte „weiße Flecken“ auf der Landkarte, wie es sie beispielsweise im nördlichen Gemeindegebiet von Neumarkt-St. Veit gibt.

Diese weiße Flecken sollen nun verschwinden. Möglich macht dies das Bayerische Mobilfunk Förderprogramm, das helfen soll, Mobilfunklücken in der Region schließen, die von den Mobilfunkanbietern nicht eigenwirtschaftlich ausgebaut werden. Nutznießer davon ist auch die Stadt Neumarkt-St. Veit, der eine Förderung in Höhe von bis zu 500 000 Euro in Aussicht gestellt worden ist.

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Nach der Durchführung eines Markterkundungsverfahrens durch die Regierung wurden erhebliche Mobilfunklücken im nördlichen Gemeindebereich festgestellt. Auf dessen Grundlage wurden durch die Netzbetreiber zwei Suchkreise festgelegt, in denen ein Mobilfunkmast zur Schließung dieser Mobilfunklücken aufgestellt werden sollte. Diese Suchkreise liegen in einem Areal zwischen Wiesbach und Hofthambach.

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Zwei Möglichkeiten der Erschließung kommen in Frage, die der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Neumarkt nun erörterte: Die Stadt Neumarkt-St. Veit könnte den Mobilfunkmasten in der Baukonzessionsvariante errichten. Das heißt, das Vorhaben wird an einen Konzessionär ausgeschrieben und vergeben, der den Masten selbstständig plant, errichtet, betreibt und an die Netzbetreiber vermietet. Eine andere Möglichkeit wäre der Bau des Masts in der Bauauftragsvariante, in der die Stadt mit Unterstützung der Netzbetreiber das Vorhaben plant, den Mast errichtet und auch für den Betrieb und die Vermietung verantwortlich ist. „Nach bisherigen Einschätzungen der Netzbetreiber wird dieser Mast zwischen 30 und 40 Meter hoch sein und eine Fläche von rund 150 Quadratmeter benötigen“, erklärte dazu Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) in der jüngsten Bauausschusssitzung.

Strategie bei Widerstand: Reden!

Bevor der Ausschuss darüber abstimmte, befragte Stadtrat Ludwig Spirkl (SPD) den Bürgermeister nach dessen Strategie, sollte sich eine Bürgerinitiative gegen die Errichtung des Funkmastens gründen. Dazu konnte Baumgartner nur mit den Schultern zucken. „Offen reden und dann weiterschauen.“ Er könne sich nicht vorstellen, dass sich die Bevölkerung im Außenbereich gegen ein besseres Netz wehren könnte. „Die sind doch froh, wenn sie endlich Mal eine Netzverbindung haben!“

Ausschuss für Konzessionsvariante

Und Reinhard Fuchs (CSU) fragte nach, ob es geplant sei, dass verschiedene Anbieter möglich wären, die den Masten in Anspruch nehmen könnten, um damit die optimale Netzabdeckung zu gewährleisten. Dies aber konnte sich Bürgermeister Baumgartner beim besten Willen nicht vorstellen. Er mutmaßte: „Aus wirtschaftlichen Gründen wird es wohl so sein, dass sich ein Anbieter dieses Gebiet wohl nicht mit einem anderen teilen wird.“

Der Bau- und Umweltausschuss beschloss schließlich den Bau eines Mobilfunkmastens aufgrund der Förderung nach dem Bayerischen Mobilfunk Förderprogramm im Bereich zwischen Wiesbach und Hofthambach in der Baukonzessionsvariante.

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