Auch Insekten brauchen Überwinterungschance

Irl/Aspertsham – Fast 50 Besucher kamen zur Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins zum Wirt z‘Irl.

Zunächst gab Vorsitzende Angela Süß einen Streifzug über die Aktivitäten im vergangenen Jahr, darunter die Frühjahrsversammlung mit dem Vortrag von Anita Leukert, 140 Besucher waren bei der Maiandacht mit Kreuzeinweihung, der Halbtagesausflug führte nach Ecksberg in die Bio-Gärtnerei. Die Sommerpause wurde überbrückt mit einem Vortrag über „umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung“ von Gärtnermeister Lächele.

Mit zahlreichen Farbbildern begeisterte dann Peter Gasteiger in seinem Vortrag „Überwintern und Einlagern von Kübelpflanzen“. „Jeder Tag an Sonnenlicht, so Gasteiger, „ist für die Pflanzen kostbar, darum warten sie mit dem Einräumen solange wie möglich“. Leichte Bodenfröste bis Weihnachten überstehen Oleander, Zitruspflanzen, Enzianstrauch, Lorbeer und andere holzige Kübelpflanzen gut. Gefährlicher ist es mit Geranien, Fuchsien, Engelstrompeten und Gladiolen. Diese nehmen schon bei Null bis minus ein Grad Schaden. Allgemein gilt: Der Überwinterungsplatz sollte so hell wie möglich und so kühl wie möglich sein. Werden Pflanzen zu warm überwintert, wachsen sie im Quartier weiter nach dem Licht und die langen Triebe bieten eine ideale Angriffsfläche für Schädlinge.

Den Kübelpflanzen gibt man im Frühjahr einen Formschnitt. Die Frosthärte des Gewebes bei den Rosen fördert eine Düngung im September mit Kalimagnesia. Im Herbst werden die Rosen mit Kompost und Erde angehäufelt. Dies bietet den idealen Winterschutz gegen das Vertrocknen der Veredlungsstelle. Gegen die Wintersonne sind die Rosen mit Reisig von oben zu schattieren. Während Hecken einen Rückschnitt benötigen, sollen Stauden stehen bleiben. Die Stängel bieten nützlichen Insekten eine natürliche Überwinte - rungsmöglichkeit. fma

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