So argumentieren die Initiatoren von"Rettet unseren schönen Stadtplatz" in Neumarkt-St. Veit

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens: Roland Schmid, Eva und Dr. Christian Guse (von links).
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Die Initiatoren des Bürgerbegehrens: Roland Schmid, Eva und Dr. Christian Guse (von links).
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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552 gültige Stimmen – bei damals 5017 wahlberechtigten Bürgern in Neumarkt-St. Veit hatten die Initiatoren das Quorum für die Zulässigkeit ihres Bürgerbegehrens „Rettet unseren schönen Stadtplatz“ erreicht, 502 wären mindestens nötig gewesen.

Neumarkt-St. Veit– Am 21. Februar wurde das Bürgerbegehren eingereicht, nächste Woche wird darüber abgestimmt.

Die Initiatoren Eva Guse, Dr. Christian Guse und Roland Schmid sprechen über die Motivation der Bürgerinitiative, sich für die reduzierte Variante der Stadtplatzsanierung einzusetzen.

Finden Sie hier: So argumentiert der Bürgermeister von Neumarkt-St.Veit für das Ratsbegehren zum Stadtplatz

Was hat Sie hauptsächlich dazu bewogen, gegen die Entscheidung des Stadtrates nun ein Bürgerbegehren zu stellen?

Wir hatten Bedenken an den Planungen zur Stadtplatzsanierung. In unserer Meinungsumfrage im Dezember 2019 kam heraus, dass von über 700 Teilnehmern über 90 Prozent ebenfalls Bedenken haben. Das war ein klarer Auftrag für uns.

Am 12. Juli gilt es:  Sind die Neumarkter für eine moderate oder eine aufwendige Sanierung?

Sie sind dafür, dass die vom Stadtrat beschlossenen Sanierungspläne für den Stadtplatz angepasst werden. Welche vier Eckpunkte sind Ihnen besonders wichtig?

Alle Eckpunkte sind wichtig, denn dafür haben sich die vielen Bürger in die Unterschriftenlisten eingetragen. Wenn wir vier Stichpunkte zur Sanierungsmaßnahme nennen sollen:

• Barrierefreiheit,

• Kostenreduktion,

• das bestens funktionierende Verkehrskonzept inklusive bestehendem Zebrastreifen und

• selbstverständlich auch die Förderungen der Regierung von Oberbayern zu nutzen, ohne jedoch dabei in die Förderfalle zu tappen und Geld auszugeben für etwas, das nicht nötig oder sinnvoll ist.

Die konkrete Planung zur Stadtplatzgestaltung läuft seit mehr als zwei Jahren. Hätte die Gemeinde im Vorfeld besser auf die Bürger zugehen sollen?

Ja.

Sie haben Ihrem Bürgerbegehren den Namen „Rettet unseren schönen Stadtplatz“ gegeben: Was liegt Ihnen dabei besonders am Herzen?

Zweifelsohne ist der Neumarkt-St. Veiter Stadtplatz sanierungsbedürftig! Aber bitte ohne dieses wunderbare Kulturgut der Modernisierung zu opfern. Stellen Sie sich bitte den Neumarkter Stadtplatz barrierefrei vor, mit gut gepflegten Bäumen und bereits sanierten Leitungen im Untergrund. Haben Sie das Bild im Kopf? Dann stellen Sie sich folgende Frage: Ist er nicht wunderschön und es wert gerettet zu werden?

Ganz kurz: Wieso sollen die Bürger von Neumarkt-St. Veit für das Bürgerbegehren stimmen?

Weil wir ehrlich und fest davon überzeugt sind, dass es das wesentlich passendere Gesamtkonzept für Neumarkt-Sankt Veit bietet. Weil wir alle etwas zu verlieren haben – einen lebendigen Ortmittelpunkt und ein wunderbares Stück Heimat!

Anmerkung der Redaktion: Beide Parteien, die Initiatoren des Bürgerbegehrens und die des Ratsbegehrens, hatten zur Wahrung der Gleichbehandlung dieselbe Vorgabe, was den maximalen Umfang ihrer jeweiligen Stellungnahme betrifft. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens haben den angebotenen Platz nicht vollständig in Anspruch genommen.

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