Angriff auf Themen, die Sorgen bereiten: VdK setzt Fokus auf die „Rente für alle!

Wurden für langjährige Mitgliedschaftgeehrt, von links: Josef Koller (20 Jahre), Alfons Niederschweiberer (30 Jahre) und Georg Rotter (15 Jahre). Stettner

Kreisvorsitzender Reinhard Zuck: „Kämpferisch in die Politik einmischen!“. Zuwachs beim Ortsverband der VdK Lohkirchen

Lohkirchen – Berichte aus der Vorstandschaft standen auf der Tagesordnung der Versammlung des VdK Ortsverbandes Lohkirchen/Oberbergkirchen. Zum Kassenbericht gab Kassier Johann Huber an, dass bei der letzten Haussammlung 1063 Euro gesammelt wurden. Derzeit hat der Ortsverband ein Guthaben von 3900 Euro.

Kreisvorsitzender Reinhart Zuck verkündete, dass der VdK mittlerweile über zwei Millionen Mitglieder hat – ein Rekordhoch. „Immer mehr vertrauen der guten Arbeit des VdK. Wir haben schon lange das Image des Kriegsopferverbandes hinter uns gelassen“, so Zuck. Den Grund dafür sieht der Kreisvorsitzende darin, dass der Bedarf an der Sozialrechtsberatung wächst. Für den Einzelnen sei es nämlich laut Zuck, immer schwieriger, ohne fachliche Hilfe seinen Rechtsanspruch auf Sozialleistungen geltend zu machen. Entscheidend sei aber auch, „dass wir uns kämpferisch in die Politik einmischen“.

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Kreisgeschäftsführer Josef Ascher lobte das Riesenplus an neuen Mitgliedern beim VdK in Lohkirchen, der von 87 auf 98 Mitglieder angewachsen sei. Zum Thema Altersarmut sagte Ascher, dass immer mehr Leute, die in Rente gehen, von dieser nicht leben können. Vor allem die Frauen seien betroffen, die Kurve der Sozialhilfeempfänger steige weiter. Das Vertrauen in die Rentenversicherung sei erschüttert, „viele gehen davon aus das die Rente nicht ausreichen wird“. Deshalb richtet der Sozialverband VdK seinen Fokus auf das Thema „Rente für alle“. Der Sozialverband fordere, dass alle Menschen eine gerechte gesetzliche Rente bekommen sollten. Das Deutsche Rentensystem müsse für die Zukunft fit gemacht werden. Dies sei möglich, betonte Ascher.

Frauenbeauftragte Helga Hinterberger sagte, dass es viele Forderungen zur Regelung einer gerechten Rente gebe. Alle, egal aus welcher Schichten, hätten sich am Rentensystem zu beteiligen, denn alle sollen im Alter gut abgesichert sein. Sie lud die Mitglieder ein sich am 28. März 2020 an einer Demo in München zu beteiligen.

Zum Schluss fragte sich Gustav Dillkofer: „Wie soll die Rente für alle aussehen?“ Dazu Ascher: „Wir wären mit einer Grundrente einverstanden, solange sie hoch genug ist, dass alle ihr Auskommen haben!“ stn

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