Wer Angehörige betreut, braucht auch Auszeit

Das Ergebnis des Stuhlkreisgesprächs wurde in der Mitte dargestellt. Jaensch

Neumarkt-St. Veit – Sie arbeiten meist unbemerkt für die Öffentlichkeit, wenn sie Familienangehörige betreuen oder pflegen.

Ob jemand seinen Partner pflegt, ob Kinder die Eltern, oder Eltern pflegebedürftige Kinder betreuen – sie alle überschätzen häufig ihre Kraft. Für diese schuf am Samstagnachmittag der Seniorenpolitische Arbeitskreis der Stadt eine „Kleine Auszeit“. Im Kulturbahnhof begrüßte Seniorenbetreuer Franz Göhl die Gäste, die sich über Betreuung innerhalb der Familie informieren wollten.

Pflegerin Sylvia Wegner gab Hinweise darüber, wie sich pflegende Angehörige vor Überarbeitung schützen können, dass ihnen sogar Hilfe zusteht und gewährt wird. Mitveranstalterin Silke Auer von der Seniorenbildung im Kreisbildungswerk erläuterte den geplanten Ablauf der Veranstaltung, wozu in erster Linie Erholung geplant war. Deshalb wurden für Kinder und für zu betreuende Personen eigene „Unterhaltungsecken“ eingerichtet.

Bürgermeister Baumgartner führte Omnibusrundfahrten durch Neumarkt-St. Veit durch. Höhepunkt war der Fachvortrag von Rosina Lippacher vom Kreisbildungswerk.

Die gelernte Krankenschwester, Heilpraktikerin und Familientherapeutin beschwor im Stuhlkreisgespräch die Pfleger von Angehörigen, ihre eigenen Auszeiten einzuhalten. Da sie selbst ihren Vater viele Jahre gepflegt hatte, konnte sie ihre Ratschläge stets an Beispielen verdeutlichen. Dieser so wertvolle Dienst an Angehörigen solle nicht dazu führen, dass man seine Kraftreserven überschätzt und bald selbst Pflege braucht. nz

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