Ärger im Revier: Jagdgenossen beklagen Biber und freilaufende Hunde

Der Biberbereitet auch den Jagdgenossen in Zangberg Probleme. Jagdpächter Dr. Erich Loserth sprach sich dafür aus, dass Abschussbescheide zeitnah erstellt werden sollten. dpa
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Der Biberbereitet auch den Jagdgenossen in Zangberg Probleme. Jagdpächter Dr. Erich Loserth sprach sich dafür aus, dass Abschussbescheide zeitnah erstellt werden sollten. dpa

Aber: Geringer Verbiss durch Einhaltung des Abschussplans – hohe Rücklagen sollen dem Kauf eines neuen Holzspalters dienen

Zangberg – Einen ausführlichen Bericht lieferte Jagdpächter Dr. Erich Loserth bei der Versammlung der Jagdgenossen in zangberg, als er das letzte Jagdjahr Revue passieren ließ.

Zum Wildzaun führte er aus, dass es bei entsprechender Betreuung der Jungpflanzen auch allein mit Vergrämungsmitteln zu einer geringen Verbissrate kommen könne.

Da aufgrund von Käferbefall, Sturm und Trockenheit viel Unruhe im Wald sei, suche das Rehwild mittlerweile verstärkt Deckung in Zwischenfruchtfeldern, deren Anbau er sehr begrüßte.

Abschussplan von 60 Rehen erfüllt

Der Abschussplan sei erfüllt worden. Neben 60 Rehen seien 21 Füchse, sechs Dachsen sowie acht Steinmarder erlegt worden. Der Bestand an Hasen und Fasanen beschrieb er wie schon in den Vorjahren als sehr gering.

Zum Biber führte er aus, dass dieser vor allem im Bereich der Kläranlage tätig sei. Die Abschussbescheide sollten zeitnah erstellt werden, da sich die Jagd auf das Nagetier schwierig gestalte.

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Wildschweine seien derzeit nicht im Revier, aber bereits durchgezogen. Als besonderes Problem stellte Loserth das Verhalten verantwortungsloser Hundebesitzer dar, da nicht angeleinte Hunde Wild aufschrecken können und durch ihre Hinterlassenschaften Tierfutter verunreinigen würden.

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Zu Beginn der Versammlung hatte Jagdvorsteher Josef Buchner die Tätigkeiten des Vereines aufgezeigt, darunter der Ausflug an den Starnberger See, das Jagdessen und die Sitzung des Vorstands. Die Bereitstellung von Straßenkies sei genauso gut angenommen worden wie die Möglichkeit zur Entsorgung von Siloplanen. Bezüglich der Wartung der genossenschaftseigenen Geräte wie Mulchgerät und Holzspalter dankte er den verantwortlichen Personen. Gleichzeitig erging aber der Appell an die Jagdgenossen, Schäden umgehend zu melden und mit den Maschinen pfleglich umzugehen, um die Reparatur- und Wartungskosten gering zu halten.

2200 Euro Überschuss fließt in die Rücklagen

Das bereitgestellte Kontingent an Blühmischungen sei komplett zur Aussaat gebracht worden und die im Vorjahr erstmals eingesetzten Kitzretter, sei es als Ultraschallsirene oder als Licht- und Tonwarner an Pfosten, hätten sich bewährt.

Aufgrund des ruhigen Vereinsjahres ohne Neuanschaffungen meldete Kassier Franz Steinberger einen Überschuss von gut 2200 Euro, womit sich der Kassenstand auf 10 000 Euro gesteigert habe. Da man in weiterer Zukunft mit einer Neuanschaffung eines Holzspalters rechnet, stelle dies eine sinnvolle Rücklagenbildung dar. hhr

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