Den Advent „angeblasen“: Musemoaster Eibelsgruber führte mit Bläsern in die Vorweihnachtszeit

„O Heiland reiß die Himmel auf!“, „Wer glaubt, ist nicht allein.“, „Angel’s Carol“ oder „Bayerischer Abendsegen“ waren einige Titel, womit das Bläserseptett mit Sepp Eibelsgruber am ersten Adventssonntag in der voll besetzten Johanneskirche am Stadtplatz die „stade Zeit“ ankündigte.

Wie er dann konzertant und zurückhaltend musikalisch Sterne aufgehen ließ, strahlend Hoffnungen weckte, hymnisch den Himmelsthron beschrieb oder die Engel singen ließ – das erzeugte bei den Besuchern herzliche Gefühle. Kaplan Bernhard Häglsperger erklärte in Lesungen die Bedeutung der Adventssonntage bei den Evangelisten und für die Gottesmutter. Dieses Mal bot er wieder eine Künstlerin von höchstem Niveau seinem Publikum. Die Musikstudentin und Zitherspielerin Marina Mittermeier aus Garching verzauberte mit ihrem Instrument das Kirchenschiff in einen Konzertsaal. Sie setzte die Luft in Schwingungen, weckte Fantasien und füllte den Raum solistisch mit ungeahnt wohlklingenden und auch raschen Tönen, die man in so einem kleinen Instrument nicht erwartet hätte. Auf einem Sockel präsentierte Sepp Eibelsgruber den Preis, den er vom Landkreis für seine Kultur- und Kreativität erhalten hatte. Er erklärte in seiner Bescheidenheit, dass er ihn stellvertretend für alle seine Musikanten angenommen hätte, ohne die er nicht so geehrt worden wäre. Zwei Verse aus „Macht hoch die Tür“, dem bekanntesten aller Adventslieder, gesungen von den Gläubigen und begleitet vom Septett bildeten den Schluss der Feierstunde. Mit lang anhaltendem stehendem Applaus dankten die Besucher für die berührende Andacht. Jaensch

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