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Alternative Wärmeversorgung

60 Prozent wollen die Fernwärme in der Gemeinde Schönberg

Die Nachfrage ist groß: Bürgermeister Alfred Lantenhammer sichtet die Absichtserklärungen zum Fernwärmeanschluss der Siedlung Lerch.
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Die Nachfrage ist groß: Bürgermeister Alfred Lantenhammer sichtet die Absichtserklärungen zum Fernwärmeanschluss der Siedlung Lerch.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Die Fernwärmeversorgung in Schönberg ist einen Schritt weiter. In der Sitzung hat der Gemeinderat kürzlich über den Anschluss der Fernwärmeversorgung Schönberg entschieden. Dabei wurde festgelegt, welche Bereiche mit Fernwärme versorgt werden sollen.

Schönberg – Demnach soll auch die Siedlung Lerch an die gemeindliche Versorgung angeschlossen werden. Ausschlaggebend war der hohe Zuspruch durch die Bevölkerung. Zuletzt waren es 48 „positive Absichtserklärungen“, wie es die Verwaltung genannt hat, die an die gemeindliche Fernwärmeversorgung angeschlossen werden wollen.

Diese waren aus dem Dorf Schönberg und der Siedlung Lerch bei der Gemeinde eingegangen. „Das entspricht ziemlich genau der Anzahl der erhofften Anschlussnehmer, die der Kalkulation zugrunde lag“, äußert sich auch Bürgermeister Alfred Lantenhammer zufrieden über das Interesse an der alternativen Wärmeversorgung im Ort.

Zusammenfassend konnte man feststellen, dass in der Siedlung Lerch 60 Prozent der Grundstückseigentümer an die gemeindliche Fernwärmeversorgung anschließen wollen. Da damit die Voraussetzungen gegeben waren, wurde seitens des Bauausschusses empfohlen, die Siedlung Lerch an die gemeindliche Fernwärmeversorgung anzuschließen.

Auch in der westlichen Hauptstraße beteiligen sich sechs Anwesen an dem gemeindlichen Projekt. Aus der Waldstraße hingegen waren bis Abgabeschluss noch keine positiven Rückmeldungen eingegangen. Daraus resultierend riet der Bauausschuss, die Waldstraße nicht anzuschließen. Was Lantenhammer schon etwas bedauert: „Das wäre eine Option gewesen in Richtung Bondlfeld, wo die Fernwärmeversorgung ebenfalls angeboten werden soll. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wenn das Bondlfeld erschlossen werden soll, kann man das immer noch nachholen.“

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Im Beschluss hielt der Rat dann fest, die Siedlung Lerch ans gemeindliche Fernwärmenetz anzuschließen. Die Waldstraße hingegen soll gemäß des mangelnden Interesses nicht an das gemeindliche Fernwärmenetz angeschlossen werden. Diesem Beschluss folgten alle zwölf anwesenden Gemeinderatsmitglieder einstimmig.

Zum Zeitplan für Lerch sagte Lantenhammer auf Anfrage, dass der Auftrag bereits vergeben sei. „Je nach Witterung könnten die Arbeiten schon im Herbst beginnen, spätestens aber im Frühjahr 2023“, verrät Lantenhammer. Zur Heizperiode 2023/24 soll das Netz fertig sein. Die Kosten für das gesamte Projekt liegen übrigens bei rund 1,8 Millionen Euro.

Erleichtert ist Lantenhammer darüber, dass der Gemeinderat die Entscheidung rechtzeitig über die Bühne gebracht hat. Denn seit dem 15. August streicht der Bund seine Zuschüsse für alternative Heizsysteme zusammen. Anstatt 45 Prozent Zuschuss gibt es jetzt nur noch 35 Prozent, wenn Hauseigentümer die Ölheizung gegen eine alternative Heizmethode eintauschen.

Entscheidung vor wichtiger Änderung

„Alle Schönberger Bürger, die laut Gemeinderatsbeschluss an die Fernwärme anschließen können, kommen jetzt noch in den Genuss der hohen Förderung“, weiß Lantenhammer. Möglich wurde dies, weil die Verwaltung rechtzeitig das Projekt vorangetrieben und der Gemeinderat die Sitzung schließlich sogar vorverlegt habe, um die rechtliche Basis für die höheren Zuschüsse zu schaffen. „Immerhin sind das zwischen 3000 und 5000 Euro, die durch die geringeren Zuschüsse verloren gehen“, rechnet Bürgermeister Lantenhammer vor.

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