Versteigerung geplant

25-Meter-Stangerl muss weichen: Neumarkts Maibaum portionsweise abzugeben

Portionsgerecht in Stücke geschnitten wurde der Baum verladen.Jaensch
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Portionsgerecht in Stücke geschnitten wurde der Baum verladen.Jaensch
  • Karlheinz Jaensch
    vonKarlheinz Jaensch
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Die Trachtler müssen Straße eine sperren, um den Maibaum umzulegen. Scheibchenweise wird er an Kirchweih versteigert, um damit Geld für das das Vereinsleben zu sammeln. Das soll nun am nächsten Maifeiertag geschehen, wenn es denn die Corona-Pandemie zulässt. Doch wenn nicht: Kommt dann kein neuer Maibaum?

Neumarkt-St. Veit – Neumarkt-St. Veits Trachtenverein „Taubenbergler Stamm“ stellt traditionell alle drei Jahre einen Maibaum neben dem Kriegerdenkmal auf. Im Herbst des dritten Jahres wird er umgelegt und am Kirchweihfest – ebenfalls traditionsgemäß – versteigert. Dieses Jahr machte ihnen aber das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung. Es fand kein Kirchweihfest statt. Aber der Baum, der stand halt noch. Und am 1. Mai soll ja, wenn es die Corona-Pandemie denn zulässt, ein neues „Stangerl“ aufgestellt werden. Und so beschloss man kurzfristig, jetzt im Oktober an den Maibaum Hand anzulegen.

Die alte Bundesstraße musste kurze Zeit gesperrt werden, damit der Maibaum umgelegt werden konnte.

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Der Holz Michel kam mit dem Autokran

Kurz entschlossen traf sich eine Handvoll Trachtler am Maibaumplatz, bestellten den Holz Michel mit seinem Autokran, ergriff sich das Werkzeug und los ging es. Keine zwei Stunden dauerte es, bis die 31 Innungs- und Gedenktaferl abgeschraubt waren und der 25 Meter hohe Baum quer über der alten B 299 in Vier-Meter-Stücke zersägt war. Krone und Ringe schaffte man unverzüglich an einen sicheren Platz. In dieser Zeit wurde auch noch der gesamte Arbeitsplatz picobello gereinigt und alle Baumteile verpackt und ins Zwischenlager gebracht.

Dort warten sie auf den kommenden 1. Mai. Dann werden sie noch einmal geschnitten und an Kaufwillige versteigert, damit ein neuer Maibaum finanziert werden kann, der dann an der Rottbrücke stehen wird. So mancher hat sich in den vergangenen Jahren ein Stück Baum in weiß-blau gesichert. Mit einem Blumenstock oben drauf oder als Sitzbank umfunktioniert, leistet auch das Altholz noch den ein oder anderen Dienst – der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

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