Aus dem Gemeinderat

13.000 Euro für Kreuzwegsanierung bei Palmberg: Auch Zangberg wird zur Kasse gebeten

Viel Moos hat sich gebildet, auf dem Bild ist die Szene „Jesus wird vom Kreuz abgenommen“ zu sehen: Der Kreuzweg von Ampfing nach Palmberg soll saniert werden und wurde damit zum Fall für den Gemeinderat.
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Viel Moos hat sich gebildet, auf dem Bild ist die Szene „Jesus wird vom Kreuz abgenommen“ zu sehen: Der Kreuzweg von Ampfing nach Palmberg soll saniert werden und wurde damit zum Fall für den Gemeinderat.

Witterung und Randalierer haben ihre Spuren hinterlassen. Die Gemeinde Zangberg ist bereit, ihren Beitrag zu leisten, den Kreuzweg zu sanieren, lehnt aber eine Kostenbeteiligung am 3-D-Scan ab

Zangberg– Die Gemeinderäte haben sich dazu durchgerungen, sich an den Kosten für den Kreuzweg von Ampfing nach Palmberg zu beteiligen. Einstimmig waren sie dafür, sich angemessen an der Renovierung des Kreuzwegs zu beteiligen. Ausdrücklich ausgenommen haben sie jedoch die Kosten für einen 3D-Scan. Die Gemeinde Ampfing hat beschlossen, den 2004 am Fußweg zwischen Ampfing und Palmberg errichteten Kreuzweg zu restaurieren und dafür über 60 000 Euro aufzuwenden. Rowdytum, Witterungseinflüsse und die schlechten Bodenverhältnisse erforderten ein Handeln.

Unverständnis bei den Spaziergängern über so viel Rowdytum

„Wer macht so was nur? Was sind das für Menschen?“ Unverständnis auch an diesem kalten Februartag, den zwei Rentner zum Spaziergang auf den Kreuzgang bei Palmberg genutzt haben. 2004 war der Kreuzweg am Palmberger Weg errichtet worden. Der Ampfinger Bildhauer Ernst Lechner hatte die 14 Stationen geschaffen. Doch in der Vergangenheit hatten unbekannte Täter, und das schon mehrfach, einige Stelen beschädigt, manche Skulpturen bis zur Unkenntlichkeit zerstört.

Dabei sei auffällig, dass lediglich Stelen auf Ampfinger Grund beschädigt wurden, wundert sich Zangbergs Bürgermeister Georg Auer. Es wurde gemunkelt, dass die Unbekannten Ampfing schaden wollten. „Aber obwohl eine Belohnung ausgesetzt worden ist, ist nichts über den der die Täter herausgekommen“, so der Zangberger Bürgermeister.

Auch die Witterung hat Spuren hinterlassen

Auch die Witterung scheint ein Problem zu sein: Schon der Ampfinger Bauausschuss hatte sich der Stelen angenommen und in der Dezembersitzung 2020 darüber diskutiert, nachdem zwei Stelen zwischenzeitlich aus Standsicherheitsgründen abgebaut werden mussten, eine in Ampfing, eine in Zangberg. Zwei weitere Stelen stehen unter Beobachtung. Das Problem: die Eichenpflöcke, auf denen die Fundamentsockel aufgebaut sind, sind verfault und dadurch in Schieflage geraten.

Sechs Stationen befinden sich auf Zangberger Gemeindegebiet

Dieses Projekt in Trägerschaft der Gemeinde Ampfing unter Mitwirkung der Gemeinde Zangberg wurde einst durch „Leader+“ gefördert. Die nun geplanten Maßnahmen betreffen auch die sechs Stationen im Bereich der Gemeinde Zangberg. Die Gemeinde Ampfing hat die anteiligen Kosten mit knapp 13 000 Euro beziffert, was von einigen Zangberger Gemeinderäten zunächst als sehr hoch empfunden wurde. Bezüglich einiger Gewerke müsse gegebenenfalls nochmals gesprochen werden, so der Tenor in der jüngsten Sitzung.

Beteiligung ja – aber unter diesen Voraussetzungen

Gemeinderat Christian Braun (WVZ) verwies zum Beispiel auf die hohen Kosten für einen 3-D-Scan der restaurierten Stelen und hielt diesen für nicht notwendig.

Daraufhin beschloss der Gemeinderat einstimmig, sich angemessen an der Renovierung des Kreuzwegs zu beteiligen – jedoch nicht an den Kosten für den 3-D-Scan.

Die Erd- und Baumeisterarbeiten werde dagegen der Bauhof

Zangbergs Bürgermeister Georg Auer erklärte, dass man lediglich die Steinmetzarbeiten vergeben werde. Die Erd- und Baumeisterarbeiten werde dagegen der Bauhof selbst ausführen. Die Version mit den Spundwänden erschien dem Gemeinderat für zu aufwendig, erläuterte Auer.

Zumal ja nicht ausgeschlossen werden könne, ob die Vandalen nicht erneut aktiv werden. Auer hat keinerlei Verständnis diese Rowdies: „Ich weiß nicht, was in solchen Menschen vorgeht“.

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