Neujahrsempfang in Töging: Dr. Windhorst über stromfressende Smartphones und Partyflieger

Hart ins Gericht geht Tögings Bürgermeister Dr. Tobias Windhorstmit der aktuellen Diskussionskultur. Die Generation, die „mit stromfressenden Smartphones zu Partys nach Paris fliegen“ sollten nicht über die Fehler der vorangegangen Generation schimpfen. Reuter
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Hart ins Gericht geht Tögings Bürgermeister Dr. Tobias Windhorstmit der aktuellen Diskussionskultur. Die Generation, die „mit stromfressenden Smartphones zu Partys nach Paris fliegen“ sollten nicht über die Fehler der vorangegangen Generation schimpfen. Reuter

Tögings Bürgermeister fordert mehr Grauschattierungen in den Debatten anstelle des „Schwarz-Weiß-Denkens“. Die Umwelt- und Klimadebatte ist ihm zu emotional.

Töging– In seiner Neujahrsansprache vor dem Konzert des Max-Seelos-Orchesters in der Kantine, zeigte sich Tögings Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst am Heilig-Drei-Königs-Tag unzufrieden über die derzeitige Diskussionskultur. Er wundere sich, mit welcher Emotionalität an vielen Dinge herangegangen werden würde, die besonders durch die neuen Medien beflügelt würden. Und so äußerte der Bürgermeister den Wunsch, dass Diskussionen wieder sachlicher geführt werden sollten.

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Auf seiner Suche nach den Gründen dieser verschobenen Kultur, konnte er Antworten in dem Buch ´Hypernormal´ von Alexander Grau finden. Nach dessen These vermittelten Emotionen etwa das Gefühl des moralisch Überlegenden, der seinen Standpunkt dann nicht mehr begründen müsse, weil er sich auf der richtigen Seite wähne. Und so sieht auch Dr. Windhorst die derzeitige Umwelt- und Klimadebatte hochemotionalisiert geführt. Er rät der Generation, die „mit stromfressenden Smartphones zu Partys nach Paris fliegen“, nicht über die Fehler der vorangegangen Generation zu schimpfen. Sie hätten sich selbst an die Nase zu fassen, was sie denn selbst besser machen können.

Er plädierte für mehr Grauschattierungen in den Debatten anstelle des reinem „Schwarz-Weiß-Denkens“. Zusammenfassend meinte Windhorst zum Schluss „Mehr selber nachdenken, weniger nachplappern, aber selbstkritisch sein!“ Damit wäre schon viel gewonnen. reu

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