Ein neues Silo an der Walzmühle - Betrieb soll durch 25 Meter hohen Bau ökologischer werden

Die Walzmühle soll erweitert werden, gegenüber dem derzeitigen Firmensitz soll ein weiteres Silo entstehen. Der Stadtrat trieb die weiter Planung jetzt voran, die Grünen kritisierten allerdings die vorgelegten Pläne. Sie wollen eine Beeinträchtigung der Nachbarn durch das 25 Meter hohe Gebäude ausschließen.
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Die Walzmühle soll erweitert werden, gegenüber dem derzeitigen Firmensitz soll ein weiteres Silo entstehen. Der Stadtrat trieb die weiter Planung jetzt voran, die Grünen kritisierten allerdings die vorgelegten Pläne. Sie wollen eine Beeinträchtigung der Nachbarn durch das 25 Meter hohe Gebäude ausschließen.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Seit Monaten drängt die Firma Naturkornmühle auf eine Erweiterung ihres Standorts. Das Vorhaben ist schwierig, weil es um den Bau eines 25 Meter hohen Silos geht und es rund um das Betriebsgelände Wohnraum gibt.

Mühldorf – Die Planungen für eine Erweiterung der Walzmühle am Bahnhof können weiter gehen. Der Stadtrat beschloss bei seiner jüngsten Sitzung mit 31:1 Stimmen, die Änderung des Bebauungsplans fortzusetzen. Die Firma Naturkornmühle will dort ein 25 Meter hohes Silo errichten, um künftig Betriebsabläufe zu verbessern und weite Transportfahrten zu vermeiden.

Lagerplatz auf dem Firmengelände reicht nicht aus

Der Lagerplatz auf dem Firmengelände reicht nicht mehr aus, neue Silos sind laut Primavera-Geschäftsführer Josef Gaigl dringend notwendig. Derzeit lagert der Betrieb Rohstoffe auch in Massing und Forsting, eine betrieblich und aus Umweltsicht unbefriedigende Lösung, weil sie viele Transportfahrten nach sich ziehe. „Das können wir uns wirtschaftlich und ökologisch nicht leisten“, sagte Gaigl, als er die Pläne vor einigen Monaten vorstellte.

Nur Lager, keine Produktion

Gaigl hofft, dass die Planungen jetzt endlich vorangehen: „Wir wollten schon lange was machen“, sagte er auf Nachfrage. Das gehe aber erst, wenn der Bebauungsplan fertig sei.

Das Silo soll sich in Höhe und Aussehen an den bestehenden Betriebsgebäuden orientieren. Laut Gaigl werden es reine Lagerstätten sein, das heißt keine Produktion. Die geschieht weiterhin auf dem derzeitigen Werksgelände, die neuen Silos werden über eine geschlossene Transportbrücke hoch über der Straße be- und entladen.

Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner appellierte eindringlich an die Stadträte, den nächsten Schritt der Genehmigung zu gehen: „Es geht um den Fortbestand der Mühle, um die Standortsicherung.“ Sie reagierte damit auf Kritik am Vorgehen durch die Grünen.

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Damit Primavera bauen kann

Bauausschuss stimmt der Aufstellung eines Bebauungsplans an der Walzmühle zu

Ein Wahrzeichen erhalten

Stefan Schinko (Grüne) beklagte, dass es keine Vorberatung im Bauausschuss gegeben habe und den Fraktionen keine ausreichenden Informationen über das Bauvorhaben vorgelegen hätten. Die sind laut Schinko aber dringend notwendig, um den Bau des 25 Meter hohen Silos beurteilen zu können, das „den Nachbarn in der Schillerstraße vorgesetzt“ werde. Auch das dreistöckige Wohn-Gebäude zwischen Walzmühle und Bahn sei stark betroffen.

Planung soll jetzt weitergehen

Die Grüne wollten den Bau nicht verhindern, betonte Schinko, eine Meinungsbildung sei aber durch das Vorgehen der Stadtverwaltung unmöglich gewesen sagte Schinko. „Das macht es fast fahrlässig.“

Er forderte einen dreidimensionalen-Plan, damit die Dimensionen des Baus deutlich und beurteilbar würden. „Wen man über so stadtprägende Bauwerke abstimmt, hat es die Planung verdient, dass man sich ein genaues Bild machen kann.“

Alle Infos zum wichtigen Thema Corona

Stadtbaumeisterin Weichselgartner betonte, dass sich der alte Stadtrat und Bauausschuss bereits intensiv mit dem Bau befasst hätten. Sie sagte, dass es bisher keine Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit oder von Nachbarn in dem Bereich gebe. Sie bedauerte, dass durch die Corona-Krise eine Vorberatung nicht möglich gewesen sei, verteidigte das Vorgehen der Stadt aber, um der Firma Planungsicherheit zu geben.

Die Planung geht jetzt erneut in eine öffentliche Auslegung. Danach befassen sich dann Stadtrat und Bauausschuss mit den Plänen und möglichen Einwänden dagegen, bevor sie der Stadtrat erneut diskutiert.

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