Debatte im Gemeinderat

Neuer Hochbehälter in Engelsberg wird über den Wasserpreis finanziert

Der Zusammenschluss mit der Wasserversorgung von Tacherting bedeutet für die Gemeinde Engelsberg eine bessere Wasserqualität. Allerdings muss sie sich auch an der Finanzierung eines neuen Hochbehälters beteiligen.
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Der Zusammenschluss mit der Wasserversorgung von Tacherting bedeutet für die Gemeinde Engelsberg eine bessere Wasserqualität. Allerdings muss sie sich auch an der Finanzierung eines neuen Hochbehälters beteiligen.

Wie viel Geld muss die Gemeinde Engelsberg beim Bau des Trinkwasserhochbehälters und der dazugehörigen Füllleitung in der Gemeinde Tacherting investieren? Dieser Frage ging der Gemeinderat in seiner Gemeinderatssitzung nach.

von Werner Gillitz

Engelsberg – Bürgermeister Martin Lackner (UBL) sagte, dass man mit diesem Thema schon länger beschäftigt sei. Es sei schon viel diskutiert worden über die Möglichkeiten, die Investitionskosten in Höhe von 750 000 Euro zu finanzieren.

Es gibt zwei Möglichkeiten zur Finanzierung

Zum einen könnte die Gemeinde die Kosten über einen einmaligen Verbesserungsbeitrag oder zum anderen über die Wassergebühren finanzieren. Die beiden Möglichkeiten wurden „durchgerechnet“. Lackner stellte die verschiedenen Kalkulationen vor und auch die neuen Herstellungsbeiträge für neue Anschließer wurden vorgestellt.

Wasserpreis steigt um 17 Cent pro Kubikmeter

Bei einer Umlage über die Wassergebühr würde sich eine Erhöhung des Wasserpreises um 17 Cent pro Kubikmeter, von derzeit 1,17 Euro auf 1,34 Euro pro Kubikmeter ergeben. Da der Wasserpreis der Gemeinde zum letzten Mal 2017 kalkuliert wurde und dies im nächsten Jahr wieder geplant ist, schlug Lackner vor, den Wasserpreis 2021 mit einer Gesamtkalkulation zu berechnen und ab 1. Januar 2022 den neuen Wasserpreis anzupassen.

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Der Vorteil bei einem Verbesserungsbeitrag wäre, so Lackner, dass dieser nur einmalig zu zahlen wäre. Der Aufwand bei der Verwaltung wäre aber enorm: Die Satzung müsste geändert werden, die Bescheide erstellt und verschickt werden und man müsste mit Widersprüchen und Stundungen im landwirtschaftlichen Bereich rechnen.

Umlage bedeutet wenig Verwaltungsaufwand

Der Vorteil bei einer Umlage der Investitionsgebühren sei zum einen der niedrige Verwaltungsaufwand und zum anderen, dass man nicht mit Stundungen arbeiten müsse und kaum mit Widersprüchen zu rechnen sei. Der Nachteil ist jedoch, dass die Finanzierung über 25 Jahre laufe. Die Gemeinde hat aber diese Maßnahme über ein sehr günstiges Darlehen finanziert. Das sei sicherlich kein Problem.

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Gemeinderat Sepp Burggraf (UBL) fragte nach einer Mischkalkulation. Nein, sagte Bürgermeister Martin Lackner, das sei wegen des doppelten Aufwandes nicht gemacht worden. Dritter Bürgermeister Franz Gsinn (FW) sagte, dass er die Variante mit der Finanzierung über den Wasserpreis nur unterstützen könne und er das gut finde, dass der Wasserpreis nur einmal, und zwar zum 1. Januar 2022 erhöht werde, damit das für die Abnehmer nicht zu verwirrend sei.

Wasser mit viel weniger Nitrat

Zweiter Bürgermeister Hans Bauer (UBL) meinte, dass diese Wasserpreis-Variante am wenigsten Umstände mache und die Vollkalkulation 2021 gemacht werden sollte. Thema beim Wasser sei auch die Gesundheit, die einen hohen Stellenwert haben muss. „Mit dem Zusammenschluss der Wasserversorgung mit Tacherting haben wir viel weniger Nitrat im Wasser“.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Variante, die Hochbehälterinvestition über den Wasserpreis zu finanzieren, der dann zum 1. Januar 2022 gilt. Außerdem wurde auch die Neukalkulation im Jahr 2021 und die Höhe des Herstellungsbeitrages beschlossen.

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