Neue Werkstatt für 90 Menschen mit seelischer Behinderung

Ampfing – In der Bussardstraße will die Stiftung Ecksberg eine S-Werkstatt mit Lagerhallen errichten.

In einer S-Werkstatt arbeiten seelisch behinderte Menschen.

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich eines rechtsverbindlichen Bebauungsplanes, stimmt aber bezüglich der Dachgestaltung und hinsichtlich der Stellplätze nicht mit diesem überein. Laut Bebauungsplan sind Dächer mit einer maximalen Neigung von zehn Grad extensiv zu begrünen. Im vorliegenden Bauantrag sollen Werkstatt und Lagerhallen, die eine Neigung von fünf Grad, beziehungsweise drei Grad aufweisen, mit einer Foliendachbegrünung versehen werden, weil ein Gründach die Dachlast verdoppeln würde.

Im Nachgang hat sich der Bauherr als Kompromiss schriftlich dazu bereit erklärt, das Werkstattgebäude mit einem extensiven Gründach zu versehen. Als Kompensierung ist zudem vorgesehen, dass die Lagerhallendächer mit einer Fotovol taik-Anlage belegt werden.

Die Abweichung von der Zahl der geplanten Stellplätze begründet der Bauherr damit, dass es keinem der 90 behinderten Mitarbeiter erlaubt sei, selbst ein Auto zu führen. Deshalb werden alle per Bus auf das Gelände gebracht. In der Einrichtung arbeiten zudem betreuende Mitarbeiter. Für jeden wird ein Stellplatz ausgewiesen, hinzu kommen noch Besucherstellplätze und Stellplätze für Kleinbusse. Insgesamt sind auf dem Gelände 27 Stellplätze vorgesehen. Der Verwaltung der Gemeinde erscheinen diese Stellplätze für eine Behinderteneinrichtung als ausreichend. Nachbarliche Belange würden nicht beeinträchtigt, die Nachbarn wurden über das Bauvorhaben informiert. Einstimmig hat der Gemeinderat dem Bauvorhaben zugestimmt. hra

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