Neue Krippen- und Kindergartenplätze für Buchbach

Das ehemalige Schulhaus in Ranoldsberg wird ein sogenannter Landkindergarten, bei dem auch Platz für einen Raum für Vereine (links) sein wird. Gemeinde Buchbach

In Sachen Kindertageseinrichtungen ist die Marktgemeinde gleich an zwei Fronten unterwegs: Zum einen wird aus dem ehemaligen Schulhaus in Ranoldsberg ein Landkindergarten. Zum anderen wird die Kinderkrippe in Buchbach erweitert, sodass dort zwei neue Krippengruppen entstehen können.

Buchbach – Im Grundsatz hatte der Marktgemeinderat dem Bau eines Landkindergartens in Ranoldsberg bereits zugestimmt. In seiner August-Sitzung musste er das Planungskonzept absegnen, das Architektin Christa Schwarzmoser vorstellte, damit die Marktgemeinde in den Genuss staatlicher Zuschüsse kommt. Die Architektin betonte einleitend, dass das alte Schulhaus baulich noch in einem guten Zustand sei, sodass man „viel mit dem bestehenden Gebäude anfangen kann“. Ihre Planung sah vor, dass im Erdgeschoss der bestehende Eingang beibehalten wird. Danach folgt ein Windfang mit der Garderobe. Der Gruppenraum ist etwa 50 Quadratmeter groß und wird ergänzt mit einem Besprechungszimmer, dem Leitungszimmer, einem Personal- und einem Putzraum sowie Küche und kindgerechte Toiletten.

Außerdem gibt es einen Mehrzweckraum im Erdgeschoss, der für den Kindergarten als Gruppennebenraum oder Turnraum genutzt werden. Da er aber auch extern für Vereinsversammlungen oder Veranstaltungen gedacht ist, hat Christa Schwarzmoser hier einen separaten Eingang vorgesehen.+++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Sie hat die gesamte Bausubstanz untersucht und festgestellt, dass „der Dachstuhl noch einwandfrei ist“. Sie empfahl zum einen eine Schallschutzdecke beim Kindergarten anzubringen und zum anderen eine Wärmedämmung beim Dachstuhl auf der Decke auszulegen.

Im Untergeschoss, in das man über das Treppenhaus gelangt, ist zum einen der Heizraum mit der Ölheizung, die bereits 25 Jahre auf dem Buckel hat. Sie soll im Zuge der Sanierung ebenso erneuert werden, wie die Elektrik oder die Leitungen für die Wasserver- und -entsorgung.

Untergeschoss: Zwei Räume für Vereine

Im Untergeschoss ist auch eine separate WC-Anlage für den Sportplatz vorgesehen, die von außen zugänglich ist. Im ursprünglichen Entwurf waren im Untergeschoss auch zwei Wohnungen vorgesehen. Nachdem sich Christa Schwarzmoser bei der Regierung wegen Fördermitteln erkundigt hatte, empfahl sie, lediglich eine Wohnung, die bereits besteht, beizubehalten. Die restliche Fläche – rund 120 Quadratmeter – könnte man in zwei Räume aufteilen, die von den Vereinen genutzt werden können. Diese beiden Räume könnten über die Dorferneuerung gefördert werden und füreine mögliche Kinderkrippe vorgehalten werden.

Wilhelm Fischer (CSU/Parteifreie) kritisierte allerdings, dass „ein Raum nur durch den anderen erreichbar ist“. Christa Schwarzmoser meinte, es sei auch ein Zugang von außen denkbar, allerdings muss dann ein entsprechender Weg geschaffen werden, der kostspielig sei. Letztlich meinte Bürgermeister Thomas Einwang (CSU/Parteifreie/Wahlvorschlag Ranoldsberg), dass es jetzt erst einmal darum gehe, die Förderzusagen zu bekommen.

Die Gesamtkosten der Sanierung schätzte die Architektin auf rund 1,8 Millionen Euro. Bürgermeister Einwang erklärte auf Nachfrage von Manfred Kroha (CSU/Parteifreie), dass die Höhe des Zuschusses noch nicht klar sei.

Die zweite Baustelle in Sache Kindertageseinrichtungen ist die Erweiterung der Kinderkrippe in Buchbach. Bürgermeister Einwang machte allerdings deutlich, dass der Landkindergarten Ranoldsberg Priorität hat. Dadurch könne auch die Situation im Kinderhaus St. Monika entzerrt werden, da in Ranoldsberg etwa 50 neue Kindergartenplätze entstehen sollen.

Erweiterung der Kinderkrippe nötig

Planerin Christa Schwarzmoser zeigte zum einen, dass die Erweiterung der Kinderkrippe ebenfalls notwendig ist. Sie zeigte aber auch, dass es aus räumlichen Gründen nicht so einfach wird, die Krippe zu erweitern, da das bestehende Gebäude zwischen Mehrzweckhalle, einem Fußweg, der beibehalten werden muss, und einem privaten Grundstück „eingezwickt ist“. Durch die Verlegung des Weges und geschicktes Verdrehen des Erweiterungsbaus, der direkt auf die Grundstücksgrenze zum privaten Nachbargrundstück gebaut werden soll, hat sie es aber geschafft, das Problem zu lösen. Hier bezifferte sie die Baukosten mit rund 920 000 Euro.

Bürgermeister Einwang meinte, bis 2022 soll auch die Krippenerweiterung umgesetzt werden. Das sei wegen der zahlreichen baulichen Aktivitäten „wahrscheinlich auch notwendig“. Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Kammerer (Freie Wähler Buchbach) fragte nach, ob die Krippe auch in einen Kindergarten „umgenutzt werden kann“. Das bejahte die Planerin, allerdings meinte Bürgermeister Einwang, dass der Bedarf an Krippenplätzen in der Zukinft wohl stärker sei und ergänzte, dass mit der Erweiterung 24 neuen Krippenplätze entstehen werden.

Am Ende stimmte der Marktgemeinderat geschlossen für beide Planungen.

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