30 neue Betreuungsplätze: Kinderkrippe in Ampfing eingeweiht

Pfarrer Florian Regner segnete die neuen Räume. stettner

Die Gemeinde Ampfing hat die Kinderbetreuung weiter ausgebaut. Mit der Einweihung eines Anbaus an der Kinderkrippe stehen nun 30 weitere Krippenplätze in der Gemeinde zur Verfügung. Dafür hat Ampfing mehr als 2,5 Millionen Euro investiert.

Ampfing – Die bestehende Kinderkrippe mit 48 Plätzen ist voll, kurzfristig hätte zwölf weitere Plätze geschaffen werden können, indem der Mehrzweckraum umfunktioniert worden wäre. Wenn man aber die weitere Entwicklung der Gemeinde Ampfing inklusive aller Ortsteile betrachte, so machte es aus Sicht der Verwaltung und des Gemeinderates Sinn, gleich mittels eines Neubaus oder eines Anbaus tätig zu werden und somit ausreichend Betreuungsplätze für die nächsten Jahre zu schaffen, erklärte Bürgermeister Josef Grundner bei der Einweihung.

Mehr Bedarf durch neues Baugebiet in Ampfing-Süd

Dass es eine Nachfrage gibt, zeigte die Fortschreibung der Bedarfsplanung für Kindertageseinrichtungen im Jahr 2016. Diese hatte ergeben, dass sich insbesondere auch in Verbindung mit dem neuen Baugebiet Ampfing-Süd ein Bedarf nach zusätzlichen Krippenplätzen abzeichnet. Aktuell lag im Jahr 2016 eine Betriebserlaubnis für 48 Plätze in der Kinderkrippe vor.

Es wurde festgestellt, dass das Areal der bestehenden Kinderkrippe Platz bietet, ein weiteres Gebäude mit Platz für 30 zusätzliche Plätze, anzubauen. „Im September 2018 war Spatenstich für den Anbau, jetzt mit der Lieferung der letzten Möbel und der Einweihung heute kann es endlich losgehen.“

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Die Gesamtkosten für den Anbau betragen 2 259 000 Euro. Dazu gab es eine Förderung von der Regierung von Oberbayern von 465 000 Euro und einen Zuschuss aus dem Sonderprogramm „Kinderbetreuung“ mit 301 000 Euro. Insgesamt betrug die Gesamtförderung 766 000 Euro. Insgesamt wurde eine Einsparung von über 50 000 Euro erzielt. Im Abschluss bedankte sich Bürgermeister Josef Grundner bei Altbürgermeister Ottmar Wimmer, der damals schon Weitsicht beim Bau der Kinderkrippe bewiesen habe.

Geweiht wurden die Räume durch die evangelische Pfarrerin Gundi Krischok und den katholischen Pfarrer Florian Regner. Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber nannte es einen besonderen Tag für Ampfing. „Was heute hier passiert, ist auch ganz im Sinne des Freistaat Bayerns.“ Wenn man wolle, dass Beruf und Familie übereinander kommen, bedürfe es Einrichtungen wie diese. Es sei Aufgabe der Kommune, dieses zu leisten. Der Staat lässt sie zwar nicht allein bei der Bewerkstelligung der Finanzierung. „Es ist zwar eine schöne Summe geflossen, aber den größten Teil hat immer noch die Gemeinde selber zu stemmen“, sagte Huber.

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Er bedankte sich bei der Gemeinde, dass man sich im Gemeinderat immer einstimmig für eine Investition in die Zukunft ausgesprochen habe. Landrat Georg Huber nannte den Erweiterungsbau als sehr wichtig. Die Nachfrage müsse weiterhin gedeckt werden können. „Hier sind die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen worden.“

Viel Platz zum Spielen und Wohlfühlen in der neuen Kinderkrippe

Planer Manfred Preitenwieser war es ein großes Bedürfnis bei den Planungen, dass sich die Kinder in dem Anbau wohlfühlen. Deshalb seien die Räume etwas größer geplant worden, um viel Platz zum Spielen und Wohlfühlen zu bieten. Im Abschluss bedankte sich Bürgermeister Josef Grundner bei allen, die mitgeholfen haben, dieses Projekt zu realisieren. Ein besonderer Dank ging an das Personal der Kinderkrippe, für die gute Arbeit, die hier geleistet werde. Auch an die Kinder hatte Bürgermeister Josef Grundner, gedacht: Er hatte für sie viele Kekse dabei.

Beim abschließenden Rundgang durch die Räume konnten sich die Gäste dann selber einen Überblick von dem gelungen Anbau verschaffen.

Bürgermeister Josef Grunder (links) und Kämmerer Thomas Hell verteilten Kekse als Geschenk an die Kinder.

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