Netzwerk in KZ-Stätte

Mühldorf. – „Wie war so etwas möglich?“ Das fragten sich die Teilnehmenden bei einer Besichtigung der Gedenkorte im ehemaligen KZ-Außenlager von Dachau im Mühldorfer Hart.

21 Personen waren der Einladung des landkreisweiten Netzwerks für Demokratie und Toleranz „Mühldorf ist bunt“ gefolgt. Sie lauschten gebannt den Erklärungen von Heinrich Baumert, der als kundiger Vertreter des Vereins „Für das Erinnern“ die Gruppe zu den drei Stationen „Massengrab“, „Waldlager“ und „Bunkerbogen“ begleitete. Anhand der noch vorfindbaren Spuren im Gelände, der neuen Informationsbauten an den Gedenkorten, eindrucksvollen Zitate von Zeitzeugen und zahlreicher weiterer Hintergrundinformationen, die Baumert präsentierte, konnten die Teilnehmer eine ungefähre Vorstellung von dem grenzenlosen Leid der KZ-Häftlinge entwickeln. Tausende mussten in den letzten Kriegsmonaten dem Rüstungswahn und Vernichtungswillen der Nazi-Diktatur dienen und fielen ihm zum Opfer. „Vieles hatte ich schon gelesen, aber wenn man die Orte selbst besucht, sind die Geschehnisse doch viel greifbarer“, meinte eine Teilnehmerin. Am Ende des Besuches, der fast fünf Stunden dauerte, brachte Kristin Hüwel, Vorsitzende von „Mühldorf ist bunt“, es auf den Punkt: „Hier haben wir gesehen, wozu menschlicher Hass und Ausgrenzung von Minderheiten im Extremfall führen können. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass so etwas nie wieder geschieht!“ Besonderer Dank galt Herrn Baumert, stellvertretend für alle, die sich seit Jahren dafür einsetzen, dass die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. re

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