Vom Neandertal bis zur Walpurgisnacht: Mettenheim wie es singt und lacht

Die „Mettenheimer Bengel“ stellten als Neandertaler den prähistorischen Kappenabend nach.

Der amtierende Bürgermeister bei „Herzblatt“ auf Naschfolgersuche, der Albtraum des Mesners und ein prähistorischer Kappenabend im Neandertal. An dieser bunten Mischung hatten die Besucher des 10. Kappenabends im Mettenheimer Kulturhof ihre Freude.

Mettenheim – Kappenabend im Kulturhof: Verkleidet mit Hut, Kappe oder kleinem Haargesteck genossen die faschingsbegeisterten Bürgerinnen und Bürger aus Mettenheim und Umgebung am Wochenende vier Stunden lang ein unterhaltsames Programm. Im Fokus der amüsanten Darbietungen stand die anstehende Bürgermeisterwahl mitsamt ihren Kandidaten.

Die Bunkerhexen wissen alles über die Bürgermeisterkandidaten

„Es ist wieder Kappenabend, und das schon zum zehnten Mal“, begrüßt der Moderator des Abends, Gerhard Holzmann, das Publikum im Saal. Man denke zurück an die Gaudi und die vielen Sticheleien, die man an diesen Abenden erlebt habe. Die „Mettenheimer Bengel“, unter der Leitung von Rosmarie Grandl, stellten als Neandertaler den prähistorischen Kappenabend nach, so wie es damals gewesen sein könnte. Die Landfrauen knüpften bei ihrer Einlage an das letztjährige Programm an. Weil damals bei „Bauer sucht Frau“ einige Kandidatinnen leer ausgegangen waren, wurden sie von Guido Maria Kretschmer, gespielt von Christa Eisner, zur Fernsehshow „Shopping Queen“ eingeladen.

Die Gemeinde schläft oder ratscht

Die Ministranten nahmen den Mesner ins Visier und zeigten, wie dessen Sorgen über Ministranten und Geistlichkeit schnell in einen Albtraum übergehen können. Die Geistlichkeit hat die Landjugend aufs Korn genommen. So ärgerte sich Marco Fottner als Diakon Manfred Scharnagl über die halb schlafende, halb ratschende Gemeinde in der Kirche und die ständigen Anrufe der Bürger an seinem eigentlich freien Sonntag.

Hauptthema des Kappenabends war die Kommunalwahl. Neuigkeiten über die Bürgermeisterkandidaten erzählten sich die vier „Bunkerhexen“ in ihrer Walpurgisnacht im ruhigen Mettenheimer Wald. Dabei stellten sie fest, „ein Unglück kommt selten allein“. Demnach deuten die Hexen den 15. März als „Apokalypse“

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Zu ungewöhnlichen Mitteln greift der noch amtierende Bürgermeister, gespielt von Stefan Radlbrunner, in einer Folge von „Herzblatt“. Er selbst möchte einen Nachfolger küren, der den Aufgaben eines Bürgermeisters gewachsen ist. Seine drei Kandidaten, ein Arbeitsloser, eine Expertin für Glyphosat und ein Naturbursche, eignen sich da seiner Meinung weniger.

Mit gemischten Gefühlen schauen die kaiserlichen Hoheiten Sissi und Franz, Günther Pitz und Manfred Scharnagl, der Wahl entgegen. Ihr langjähriger Förderer Stefan Schalk tritt nicht mehr an, so nehmen sie die „Eismoosauer-Buben“ ganz genau unter die Lupe, schließlich muss einer von ihnen den wichtigen Aufgaben als Oberhaupt der Gemeinde, wie Straßennamen erfinden, gewachsen sein.

Der Pfarrgemeinderat sieht für die Wahl eine Revolution vor. Ein geheimes Treffen wurde mit ausgewählten Bürgern in Kirchisen einberufen. Zur nächtlichen Stunde verkündet der „Heilsbringer“ Stefan Schalk, wieder zu kandidieren, und fordert die Wähler auf, auf dem Stimmzettel ihn zu wählen. Ganz nach dem Motto „Hast du im Gehirn kein Kalk, schreib auf den Zettel Stefan Schalk“.

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Musikalisch umrahmt wurde der Abend mit der Mettenheimer Philharmonika mit einem Medley aus Star Wars, Harry Potter und Flohwalzer. Die Männertanzgruppe „Mühlbachtauben“ aus Altmühldorf tauchten ein in die Rocker- und Autoschrauberszene und ließen das Tanzbein schwingen.

Zum Schluss ein Mettenheim-Lied

Statt der traditionellen Mettenheim-Hymne sang Marika Deißenböck am Ende des gelungen Abends ihr Mettenheim-Lied, das sie vor zehn Jahren am Kappenabend aufführte.

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