Naturlehrpfad und Spielgeräte: Lagune in Ampfing soll Ganzjahres-Freizeitgelände werden

Die Liegewiese an der Ampfinger Lagune. Rath

Im Sommer ist die Lagune in Ampfing ein beliebtes Ziel für Jung und Alt. Doch kaum ist die Badesaison vorbei, tut sich dort nichts mehr. Das will die Gemeinde nun ändern.

Ampfing – Aus Sicherheitsgründen muss das gesamte Gelände der Lagune außerhalb der Badesaison gesperrt werden, um zu verhindern, dass Menschen in dem Naturbad ertrinken. Für weite Kreise der Bevölkerung ist das äußerst unbefriedigend. Die CSU-Fraktion hat sich deshalb Gedanken darüber gemacht, wie das Gelände ganzjährig genutzt werden könnte, und im Gemeinderat ein Konzept vorgelegt.

CSU-Konzept für Ganzjahresnutzung

Günter Hargasser (CSU) erläuterte Einzelheiten des Projekts: Das Konzept der Fraktion sieht vor, dass der Badebereich eng eingezäunt wird, um die Sicherheit dort zu gewährleisten. Gleichzeitig ist damit die gesamte Fläche der Liegewiese nutzbar. Ebenso soll deren östlicher Bereich mit Spielgeräten bestückt und somit attraktiver gestaltet werden.

Diskussion um zusätzlichen Parkplatz

Da infolge der Neukonzipierung mit mehr Besuchern zu rechnen ist, soll im Nordosten der Liegewiese ein zusätzlicher Parkplatz gebaut werden .Hierfür stehen auch Förderungen nach dem europäischen Leader-Projekt in Aussicht.

Andrea Weiner (Bündnis 90/Die Grünen) wollte wissen, wie der vorgesehene Zaun aussehe und ob im Winter auch die Eisfläche genutzt werden könne. Vom Bau eines zusätzlichen Parkplatzes ist sie nicht begeistert. Das unterstütze die Bequemlichkeit der Besucher, eine weitere Fläche werde versiegelt.

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Dazu Bürgermeister Josef Grundner (CSU): Der Zaun soll 1,80 Meter hoch werden, teilweise mobil sein, das heißt mit Bodenhülsen angebracht werden, so dass er während der Badesaison wieder entfernt werden kann. Sollte das Eis im Winter tragfähig sein, könnte durch Entfernen einzelner Felder des Zauns ein Zugang zur Eisfläche geschaffen werden.

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Zum Parkplatz sieht Grundner keine Alternative. Der sei nötig, auch weil der Hinmühler Weg in der Hochsaison oft zugeparkt wird und die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge somit erschwert ist.

Spielgeräte und Naturlehrpfad

Auf die Frage von Helga Kaiser (SPD) wollte wissen, ob die Zaunhöhe von 1,80 Metern unbedingt nötig sei, entgegnete der Bürgermeister: Das müsse das Planungsbüro klären. In dessen Konzept werde die Höhe endgültig festgelegt.

Bernhard Kneissl (UWG) hielt zusätzliche Spiel- und Fitnessgeräte nicht für zwingend erforderlich. Josef Grundner glaubt dagegen, dass durch diese Geräte das gesamte Gelände attraktiver und auch von Kindergarten und Schulklassen genutzt wird. Grundner kann sich auch eine Blühwiese und einen Naturlehrpfad, auch zusätzliche Bäume vorstellen.

Bürger sollen einbezogen werden

Stefan Gillhuber (CSU) bat darum, den jährlichen „Free and Out-Lauf“ und dessen weitere Durchführung zu berücksichtigen, während Christian Felbinger (UWG) wissen wollte, ob die Bürger zu dem Projekt bereits befragt worden seien. Dazu der Bürgermeister: „Im Rahmen der Leader-Förderung müssen die Bürger zwingend eingebunden werden. Es sollen auch Workshops für Bürger angeboten werden.“

Einstimmig für Nutzungskonzept

Rainer Stöger (Bündnis 90/Die Grünen) schlug vor, einen klappbaren Zaun zu installieren, damit die Höhe während der Badesaison auf 90 Zentimeter reduziert werden kann. Er bat auch um eine Dreiteilung des Beschlusses: Zaunanlage – Spiel- und Sportgeräte – Parkplatz. Dem hielt der Bürgermeister entgegen, dass, wenn das Projekt nicht in Gänze umgesetzt wird, die Förderfähigkeit des Projekts nicht mehr gegeben sein könnte.

Am Ende befürwortete der Gemeinderat einstimmig das geplante Nutzungskonzept. Die Verwaltung wurde beauftragt, die weitere Planung auf den Weg zu bringen.

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