Die nächste Runde auf dem Weg zur Fotovoltaik

Rattenkirchen – Im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung standen die Änderung des Flächennutzungsplans zur Aufstellung des Bebauungsplans „Sonnenenergie Waldsberg“ und die Aufstellung des Bebauungsplans „Sonnenenergie Waldsberg“.

Da alle Äußerungen, die bei der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung vorgetragen wurden, ausschließlich das parallel laufende Bebauungsplanverfahren betrafen, beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Änderung des Flächennutzungsplans auszulegen und die Behördenbeteiligung durchzuführen.

Bei der Behandlung der Stellungnahmen zur Aufstellung des Bebauungsplans „Sonnenenergie Waldsberg“ ergaben sich einige Änderungen. So gab das Landesamt für Denkmalpflege an, dass die Baudenkmäler Waldsberg 2 und Schmidham 1 durch die Fotovoltaikanlage beeinträchtigt werden. Deshalb sollte neben dem Weg ein Streifen für eine Eingrünung mit ortstypischen höheren Sträuchern angelegt werden. Der Kreisheimatpfleger mahnte an, die Fernansicht des Wohnstallhauses Waldsberg 2 und des Vierseithofes Schmidham 1 nicht zu beeinträchtigen. Die Anlage muss so in das Gelände einfügt werden, dass sie in der Kulturlandschaft möglichst wenig in Erscheinung tritt, vom öffentlichen Raum aus kaum wahrgenommen werden kann und die Ansichten der Kulturdenkmale nicht stört.

Die Berücksichtigung von Natur und Landschaft fand sich dann auch in den Empfehlungen der Regierung von Oberbayern und der Unteren Naturschutzbehörde. Die Deutsche Telekom wies darauf hin, dass es keine Verpflichtung für einen Netzanschluss von PV-Anlagen gibt, sondern dies nur auf freiwilliger Basis und unter Voraussetzung der Kostenerstattung durch den Veranlasser möglich ist. Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim empfahl, die Rohfußbodenoberkante des Erdgeschosses der geplanten Trafostation mindestens 25 Zentimeter über der höchsten Geländeoberkante unmittelbar am Bauvorhaben zu legen und wasserdicht zu errichten. Außerdem ist sicherzustellen, dass anfallendes Aushubmaterial ordnungsgemäß nach Rücksprache mit dem Landratsamt und gegen Nachweis zu verwerten ist. Für die Niederschlagswasserbehandlung ist nachzuweisen, dass keine schädlichen Verunreinigungen im Untergrund vorliegen oder vom Niederschlagswasser durchströmt werden. Die Voraussetzungen hinsichtlich maximaler Schadstoffbelastungen sind einzuhalten. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, dies in den planerischen Hinweisen zu ergänzen. krl

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