Nachruf

Trauer um Georg Wimmer aus Oberneukirchen

Georg Wimmer †
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Georg Wimmer †
  • vonMarianne Fill
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Völlig unerwartet verstarb Georg Wimmer nach einem Einkauf auf dem Parkplatz.

Oberneukirchen – Obwohl die letzten Jahre seines Lebens gesundheitlich immer schwieriger wurden, versorgte er sich immer gerne selber. Der „Reichhuber Schorsch“ wirkte immer als ruhiger, zufriedener Mensch und obwohl er die letzte Zeit in seiner eigenen Welt lebte, verstand er es immer, sich zu beschäftigen. Besonders Wissens- und Natursendungen im Fernsehen sowie Literatur gehörten zu seinem Alltag.

Der gebürtige Oberneukirchner kam am 13. Juni 1947 als sechstes von acht Kindern auf dem Reichhuber hof zur Welt und besuchte die Schule in Oberneukirchen. Schon als Schulbub brachte er sich selber Englisch und Steno bei, er wollte eine höhere Schule besuchen, was ihm aber nicht ermöglicht wurde. So besuchte er nach den acht Klassen Volksschule die landwirtschaftliche Berufsschule und arbeite auf dem elterlichen Hof. Seinen Wehrdienst leistete er in Bad Reichenhall ab. Eine Unfallverletzung während der Dienstzeit begleitete ihn sein ganzes weiteres Leben.

Nachdem seine Mutter 1975 schwer erkrankte und sein Vater 1978 verstarb, war Wimmer für Haus und Hof verantwortlich. Zusammen mit seinem Bruder Franz bewirtschaftete er den elterlichen Hof bis zur Übergabe an seinen Neffen Erich Goldberg, der schon Jahre zuvor auf den Hof übersiedelte und den er später adoptierte. Nachdem die Landwirtschaft verpachtet wurde, war der Verstorbene bis zum Eintritt ins Rentenalter als Lagerist bei Türen Schörghuber beschäftigt.

Im Ruhestand liebte er Ausflüge in die Berge, verbunden mit Spaziergängen, um die Natur zu erleben. Zeitlebens war der Verstorbene als Vereinsmensch beliebt und geschätzt, auch das Mitwirken im Kirchenchor gehörte viele Jahre zu seinem Leben. Jetzt folgte er seinem Bruder Franz, der 2013 verstarb, in eine andere Welt.

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