Auftaktveranstaltung "Von Mensch zu Mensch": Buchbach, Oberbergkirchen, Maitenbeth, Reichertsheim und Waldkraiburg dabei

Nachbarschaftshilfe nimmt konkrete Formen an

Mühldorf/Reichertsheim - Im Rathaus der Gemeinde Reichertsheim fand die Auftaktveranstaltung des Projekts "Von Mensch zu Mensch" statt, das sich den "Aufbau lokaler Nachbarschaftshilfen" auf die Fahnen geschrieben hat.

Ziel des Projektes ist es, in den beteiligten Gemeinden Buchbach, Oberbergkirchen, Maitenbeth, Reichertsheim sowie der Stadt Waldkraiburg konkrete und umsetzbare Lösungsmodelle für Nachbarschaftshilfen zu entwickeln. Initiator und Organisator des Projektes ist die Freiwilligenagentur "Ehrensache" im Landkreis Mühldorf.

Im Rahmen des im Jahr 2011 im Landkreis Mühldorf durchgeführten Wettbewerbs "familienfreundliche Gemeinde" wurde von vielen teilnehmenden Gemeinden der Aufbau und die Koordinierung von bürgerschaftlichen Hilfsdiensten und Nachbarschaftshilfe als immer mehr an Bedeutung gewinnendes Aufgabenfeld in den Kommunen genannt.

Dieser Bedarf wurde von der Freiwilligenagentur Ehrensache des Landkreises aufgegriffen und das Projekt "Von Mensch zu Mensch" initiiert. Mit Hilfe des "Mühldorfer Netzes" konnten Mittel aus dem Bayerischen Zukunftsprogramm "Agrarwirtschaft und ländlicher Raum", einer Leader-Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, zur Umsetzung akquiriert werden.

Nach den Vorarbeiten der Freiwilligenagentur haben sich nun erstmals die Bürgermeister, engagierte Bürgerinnen und Bürger aus den am Projekt beteiligten Gemeinden sowie Vertreter des Vereins Ehrensache zu einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung getroffen.

Dabei referierte Karin Larsen-Lion, die das Projekt als Beraterin begleiten wird, über Bedeutung, Notwendigkeit, Prinzipien und Organisation von Nachbarschaftshilfen. Karin Larsen-Lion leitet selbst seit elf Jahren ein prämiertes Nachbarschaftshilfeprojekt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. Sie betonte, dass es sich bei den Nachbarschaftshilfen um zusätzliche Angebote handeln werde, die Lücken decken wollen. Eine weitergehende Vernetzung von professioneller, familiärer, ehrenamtlicher und nachbarschaftlicher Unterstützung soll eine bedarfsgerechtere Vermittlung von Unterstützungs- und Hilfsangeboten ermöglichen. Keinesfalls sollen dabei jedoch bereits bestehende Institutionen oder Initiativen verdrängt oder beeinträchtigt werden, machte Karin Larsen-Lion deutlich.

In einem nächsten Projektschritt werden in den folgenden Monaten mit den jeweiligen Vertretern der teilnehmenden Kommunen die Situationen vor Ort aufgenommen und analysiert. Aufbauend auf den vorgefundenen Strukturen sollen anschließend in Workshops möglichst maßgeschneiderte, bedarfsgerechte Lösungsansätze und Vorschläge erarbeitet werden, die auf die individuellen Gegebenheiten und Möglichkeiten der teilnehmenden Kommunen abgestellt sind. re

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