Nach fünf Jahren Warten: Landwirtschaftsministerium kauft Grundstück in Mühldorf

In der Nähe Mühldorfer Mittelschule (im Hintergrund) soll as Amt für Ländliche Entwicklung entstehen. Es ist damit Teil des neuen Baugebiets am Kirchenfeld, das in den nächsten Jahren entstehen soll.
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In der Nähe Mühldorfer Mittelschule (im Hintergrund) soll as Amt für Ländliche Entwicklung entstehen. Es ist damit Teil des neuen Baugebiets am Kirchenfeld, das in den nächsten Jahren entstehen soll.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Verlagerung des Amts für Ländliche Entwicklung aus München in Mühldorf: Das Landwirtschaftsministerium unter Leitung von Michael Kaniber hat ein Grundstück in Mühldorf gekauft. Trotzdem dauert es weitere fünf Jahre, bis Arbeitsplätze für 140 Mitarbeiter entstehen.

München/Mühldorf – Die Verlagerung des Amts für ländliche Entwicklung Oberbayern von München nach Mühldorf rückt näher. Wie die für ländliche Entwicklung zuständige Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber jetzt mitteilt, hat der Freistaat jetzt den Grund für das neue Gebäude in Mühldorf gekauft. Das Amt soll in der Nähe der Mittelschule am Rand eines neuen Baugebiets entstehen.

140 Mitarbeiter in Mühldorf

„Mit dem Grunderwerb haben wir einen wichtigen Meilenstein des Verlagerungsprojekts geschafft. Nun wollen wir zügig mit der Planung des neuen Dienstgebäudes beginnen“, sagte die Ministerin. Bei dem modernen Neubau für rund 140 Mitarbeiter sollen ihren Angaben zufolge auch besonders Nachhaltigkeit und Energieeffizienz berücksichtigt werden. Im Zuge der Umstellung der Behörde werden vor allem Menschen aus der Region eingestellt. Laut Kaniber kommen schon heute etwa 35 Prozent der in der Behörde aus dem Raum Mühldorf. Derzeit müssen sie noch nach München pendeln.

Regionalisierung der Verwaltung

Im Rahmen der Heimatstrategie „Regionalisierung von Verwaltung“ hatte das bayerische Kabinett 2015 die Verlagerung der für ganz Oberbayern zuständigen Mittelbehörde aus dem Ballungsraum München in den Landkreis Mühldorf beschlossen. Bis 2025 soll die Verlagerung abgeschlossen sein.

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort im Landkreis hat sich Mühldorf aufgrund seiner guten Verkehrsanbindung als erste Wahl herausgestellt. Nachdem der Freistaat in der Stadt aber weder über eine Immobilie noch über ein geeignetes Grundstück verfügte, hat er nun das rund 10 000 Quadratmeter große Grundstück im Areal „Am Kirchenfeld“ an der Mittelschule gekauft.

Landkreis profitiert

Landrat Max Heimerl hofft, dass der Landkreis: „Durch die Verlagerung des Amts für ländliche Entwicklungprofitiert. „Die Ansiedelung in Mühldorf schafft rund 140 sichere Arbeitsplätze. Sie dient der Wirtschaft als Vorbild und stärkt die Infrastruktur des ländlichen Raumes.“

Als Grund für die lange Dauer vom Beschluss zur Verlagerung bis zum Grundstückskauf und dem Einzug 2025 nennt Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber die Grundstückssuche. „Dadurch sind wir in eine zeitliche Verzögerung gekommen“, sagt Huber. Das jetzt gekaufte Grundstück habe dem Landwirtschaftministerium zugesagt und passe in die Stadtentwicklung von Mühldorf. „Wir haben von der Ministerin eine rechtsverbindliche Unterschrift – und damit kann die Verlagerung in Angriff genommen werden.“

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Auch Bürgermeister Michael Hetzl betont die Bedeutung für Mühldorf „Es freut mich sehr, dass über 100 höchst attraktive Arbeitsplätze nach Mühldorf holen.“

Nähere Termine zum Baubeginn teilte die Ministerin noch nicht mit. hon/sb

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