Mühldorfer Musikschule erlässt ihren Schülern die Gebühren für Coronazeit

Ein Bild aus besseren Tagen Reimund Fandrey mit den „Swing Kids“, auch sie hatten Corona-Pause. Jetzt will die Musikschule Gebühren für die ausgefallenen Kurse zurückerstatten.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
    schließen

Knapp 90000 Euro kostet es die Musikschule Mühldorf, die Gebühren für die Unterrichtszeit während der Corona-Krise zu erlassen. Davon sollen alle Schüler etwas haben.

Mühldorf – Die Stadt erlässt die Musikschulgebühren für die Zeit der Corona-Schließung. Das hat der Stadtrat jetzt einstimmig beschlossen.

Seit dem 11. März gab es nach Angaben von Musikschulleiter Thomas Breitsameter an der Musikschule zahlreiche Unterrichtsabsagen. Durch die Corona-Einschränkungen durfte die Musikschule zunächst gar nicht unterrichten, später habe die Einrichtung ihre Angebote schrittweise wieder hochgefahren, berichtete Breitsameter. Vor allem Gruppenunterricht und Gesangsstunden seien problematisch gewesen, sodass kaum ein Schüler in den Genuss der kompletten Unterrichtsbuchung kam.

Programm ist wieder angelaufen

Seit gut einer Woche ist das Programm wieder fast auf Vor-Corona-Niveau, nur musikalische Früherziehung und Chöre leiden laut Breitsameter noch unter den Auflagen.

Lesen Sie auch: Alles rund um Corona in der Region

Die Gebührenrückerstattung kostet die Stadt laut Bürgermeister Michael Hetzl 89 500 Euro. Ein Teil davon werde eingespart durch weniger Zahlungen an das Personal, das in Kurzarbeit gegangen sei. „Der wirtschaftliche Schaden wird dadurch etwas geringer ausfallen als die 89 500 Euro“, sagte Hetzl. Wie hoch diese Einsparungen sein werden, konnte er aber noch nicht sagen.

Die Musikschule muss jetzt laut Schulleiter Breitsameter 800 Gebührenbescheide verschicken. Sie bietet ihren Teilnehmern aber auch die Möglichkeit, das Geld zu spenden. 

Mehr zum Thema

Kommentare