Sonderprämie noch im Dezember

Mühldorfer Steckerhersteller macht 215 Millionen Euro Umsatz – gut für die Mitarbeiter

Letztes Jahr im Herbst hat ODU eine neue Entwicklung zum ersten Mal auf einer Messe vorgestellt, das Steckverbindungssystem ODU-Mac Black Line. Dieses Jahr informierten Stephan Rottmeier, und Maximilian Baumann (rechts) in Web-Seminaren über dieses Produkt.
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Letztes Jahr im Herbst hat ODU eine neue Entwicklung zum ersten Mal auf einer Messe vorgestellt, das Steckverbindungssystem ODU-Mac Black Line. Dieses Jahr informierten Stephan Rottmeier, und Maximilian Baumann (rechts) in Web-Seminaren über dieses Produkt.

Das erste Corona-Jahr hat der Mühldorfer Hersteller von Steckverbindungen ODU glänzend überstanden. Mit einem Rekordumsatz verlief das letzt Jahr trotz aller Einschränkungen nach Angaben der Geschäftsleitung sehr gut. Das soll auch den Mitarbeitern zu Gute kommen.

Mühldorf – Das Mühldorfer Unternehmen ODU blickt trotz der Corona-Krise auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Das teilte die Geschäftsführung jetzt mit. „Wir verzeichnen für 2020 sogar einen Rekordumsatz und werden bei etwa 215 Millionen Euro landen, bei Vollbeschäftigung mit knapp 1300 Mitarbeitern am Stammsitz in Mühldorf und insgesamt 2300 Mitarbeitern weltweit“, sagt Dr. Kurt Woelfl, Sprecher der ODU Geschäftsführung. „Gerade in schwierigen Zeiten zeigen sich die Stärken von ODU: zügige Anpassungsfähigkeit der globalen Organisation, zusammenhalten, diszipliniert, motiviert, angepasst und lösungsorientiert weiterarbeiten.“

In Digitalisierung investiert

In den vergangenen Monaten habe es sich bewährt die nächsten Schritte genau zu überlegen und immer vorwärtsgerichtet, in kleinen Schritten weiter zu gehen. „Wir fahren zwar auf Sicht, aber wir fahren nicht langsam.“ Über den erneuten Unternehmenserfolg dürfen sich auch die Mitarbeiter in Mühldorf freuen. Noch in diesem Monat bekommen sie eine Sonderprämie ausbezahlt.

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Auch während der ersten Ausgangsbeschränkungen lief die ODU-Produktion. Hygienekonzept, mobiles Arbeiten waren Teil der Maßnahmen bei ODU. Damit habe die Pandemie die digitale Kommunikation und das digitale Marketing beschleunigt. Das Unternehmen habe in die Digitalisierung, in den Ausbau der IT-Infrastruktur und in die dazu notwendige Ausrüstung investiert. Der Kontakt zum Kunden findet heute größtenteils online statt.

Auch die Kontaktaufnahmen und die Präsentation des Ausbildungsangebots hat sich ins Internet verlagert. Azubis zeigen auf MS-Teams ihre Ausbildungsplätze und beantworten live oder im Chat die Fragen von interessierten Schülerinnen und Schüler.

Starke Nachfrage nach Steckern für Beatmungsgeräte

Die Fragen der Eltern werden in Form von Online-Informationsveranstaltungen beantwortet.

Die Grundlage der positiven Geschäftsentwicklung und des daraus resultierenden Rekordumsatzes sei die starke Nachfrage nach Steckverbindern für Beatmungsgeräte im ersten Halbjahr 2020 gewesen. Auch in den nächsten Monaten könnte es zu vielfältigen Aktivitäten im großen Markt der Medizintechnik rund um Corona kommen: Detektieren, Testen, Impfen, Behandeln und sehr viel Labortätigkeit werden diese Branche sehr wahrscheinlich noch intensiv beschäftigen.

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Der Bereich Automotive verzeichnet nach Angaben ODUs ein erfreuliches Wachstum. Die zunehmenden Zulassungen von elektrisch als auch teilelektrisch betriebenen Fahrzeugen wirkten sich positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Da das Thema E-Mobilität nicht nur die Fahrzeughersteller betreffe, gebe es auch neue Firmen im Markt, die für ODU weiteres Potential böten, darunter Firmen, die früher Kabel und heute komplette Ladekabel anböten. Neue Schnittstellen im Fahrzeug, Ausbau der Infrastruktur und auch die von der Bundesregierung ab November mit 900 Euro bezuschusste private „Wallbox“ bergen frisches Potenzial.

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Prognose für 2021 coronaabhängig

Das aktuelle Ergebnis sei eine Bestätigung für das Funktionieren der ODU Wachstumsstrategie 2025. Das Unternehmen fokussiere sich auf die Märkte Medizintechnik, Mess- und Prüftechnik und Militär-, Sicherheits- und Kommunikationstechnik. In diesen Märkten will ODU weiterwachsen und seine Steckverbinder, sowohl die Katalogprodukte aber vor allem kundenindividuelle, passgenaue Speziallösungen noch stärker platzieren. „Ob wir in 2021 weiter wachsen werden hängt nur davon ab, wie sehr die Pandemie die Marktnachfrage beeinträchtigt. Grundsätzliche sind ODU und die Kunden auf weiteres Wachstum eingestellt“, betont Geschäftsführer Denis Giba.

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