Mühldorfer Kreisbäuerin gibt Tipps für einen bienenfreundlichen Garten

Kreisbäuerin Anna Senftl ist für eine insektenfreundliche Gestaltung von Balkonen und Gärten. Bauer
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Kreisbäuerin Anna Senftl ist für eine insektenfreundliche Gestaltung von Balkonen und Gärten. Bauer
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Bei den Bäuerinnen haben schön gestaltete Balkonkästen oder Bauerngärten mit insektenfreundlichen Blumen oder Kräutern Tradition. Tipps und Anregungen, wie jeder Garten und Balkon nach Bienen-Geschmackt gestalten kann, gibt Kreisbäuerin Anna Senftl.

Mühldorf – Bienen und andere bestäubende Insekten wie Fliegen, Wespen oder Käfer lieben ungefüllte Blüten. Hier ist der Weg zum nahrhaften Nektar frei. Bei gefüllten Blüten hingegen ist dieser Weg durch viele gezüchtete Blütenblätter versperrt. Sie sind daher für Bienen reine Mogelpackungen. Außerdem haben gefüllte Blüten nur wenige bis gar keine Staubgefäße – hier ist für Bienen nichts zu holen.

Tipp von Kreisbäuerin Anna Senftl

„Wer auf diese Blüten in seinem Garten nicht verzichten will, sollte auf Vielfalt setzen und versuchen, auch die ungefüllten Alternativen anzubieten, wie Wildrose, Fächerblume, Kapuzinerkresse, Verbene, Glockenblume, Wandelröschen, Löwenmäulchen oder duftenden Lavendel. Viele davon eignen sich für den Balkonkasten.“

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Kräuter ziehen nicht nur Bienen an

Unterschiedliche Thymiansorten, verschiedenfarbige Salbeiarten, sonnenhungriger Basilikum, Rosmarin, Schnittlauch, aber auch Zitronenmelisse sind eine Bereicherung für die Küche. Wie auch Minzearten, Ysop oder Bohnenkraut laden all diese Kräuter, wenn sie blühen, vielerlei Insekten ein, auch wenn sie in Kästen auf dem Balkon oder der Terrasse gepflanzt sind.

Tipp von Anna Senftl: „Wenn Kräuter blühen, verlieren sie einen Teil ihres für uns wertvollen Aromas. Lassen Sie daher einen Teil der Kräuter wachsen und ernten einen anderen Teil regelmäßig ab. So haben alle Interessenten etwas davon.“

Drei Tipps für einen insektenfreundlichen Balkon oder Garten von der Kreisbäuerin

Bunt schmeckt allen: Essbare Blüten sehen schön aus und schmecken auch Bienen und Hummeln. Für den Balkonkasten oder Pflanzkübel eignen sich Kapuzinerkresse oder Ringelblume. Auch viele Erdbeersorten gedeihen gut auf Balkon und Terrasse und bieten Bienen Futter.

Nach und nach säen: Säen Sie die verschiedenen Wildblumen-Mischungen zeitlich gestaffelt aus, also mindestens im Abstand von einigen Wochen. So verlängern Sie nicht nur die Blütezeit erheblich, sondern erhöhen gleichzeitig die Menge an Blüten.

Wiese statt Rasen:Lassen Sie im Garten wachsen und blühen, was sich ansiedelt: gelber Löwenzahn, blauer Ehrenpreis, Weißklee mit vielen Kugelköpfchen, weiße Schafgarbe, weiße Wiesenmargeriten mit gelbem Herz, lila Flockenblumen, rosa Gänseblümchen.

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