Mühldorfer Kreisvorsitzende Bogner kandidiert für den Landesvorsitz der Grünen

Judith Bogner ist Kreissprecherin der Grünen. Sie möchte gerne auch bayernweit ganz an die Spitze ihrer Partei.

„Viele bewerten frischen Wind positiv“ - Warum sich die Außenseiterin aus Schwindegg Chancen auf einen Wahlsieg ausrechnet

Mühldorf - Zum zweiten Mal kandidiert die Schwindeggerin Judith Bogner (50) für den Landesvorsitz der bayerischen Grünen. Am 19. und 20. Oktober stellt sich die Sprecherin der Landkreisgrünen beim Landesparteitag ihrer Partei in Lindau zur Wahl. Bisher bekannte Mitbewerberin ist Eva Lettenbauer. Lettenbauer ist Landtagsabgeordnete, sie arbeitet seit vielen Jahren in zum Teil verantwortlicher Position bei der Grünen Jugend mit, deren Landessprecherin sie war. Sie ist auch im Landesausschuss.

Wunsch nach Wechsel Es ist bereits Ihre zweite Kandidatur. Beim ersten Mal kamen sie aus dem Stand auf 22 Prozent, was gibt Ihnen die Zuversicht, dass es diesmal mehr wird als vor zwei Jahren?

Damals war ich ein absoluter Neuling und auch Neumitglied bei den Grünen. Dass ich als absolute Außenseiterin so viele Stimmen bekommen habe, hat mich gefreut. Diese positive Resonanz zeigt, dass es einen Wunsch nach einem Wechsel gibt.

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Was hat sich seitdem verändert?

Zum einen sitze ich etwas fester im Sattel, die Arbeit der letzten drei Jahre hat Früchte getragen, das zeigt schon die Entwicklung der Grünen im Landkreis. Dazu kommt, dass die Grünen die Aspekte, die ich mitbringe, sehr gut gebrauchen können. Die Partei wandelt sich, zur klassischen Umweltklientel kommt heute ein guter Querschnitt der Bevölkerung dazu. Wirtschaft, Handwerk, Gewerkschaften, das sind Gruppen, die kann ich sehr gut ansprechen.

Dinge gut umsetzen Ihre Gegnerin ist langjähriges Parteimitglieder und engagiert im Politikbetrieb. Haben Sie als Quereinsteigerin ein Chance?

Das stimmt. Aber schon mein letztes Ergebnis hat gezeigt, dass viele frischen Wind positiv bewerten. Ich habe ein großes Erfolgsspektrum aufzuweisen, kann Türen in den Medien- und Finanzbereich aufstoßen. Ich habe bei meiner politischen Arbeit bewiesen, dass ich Dinge sehr gut umsetzen kann.

Was wollen Sie für die Grünen erreichen?

Ich glaube, dass wir über 20 Prozent wachsen können, wenn wir auf neue Zielgruppen zugehen. Wir können unseren Kreis erweitern, wenn wir neue Leute für unsere Ideen gewinnen. Wir können Regierung, das sieht man in Baden-Württemberg. Und die Regierungsbeteiligungen in Hessen und Schleswig-Holstein zeigen, dass wir ein ernstzunehmender und verlässlicher Partner sind.

Werden Sie Vorsitzende?

Ich bin immer noch Außenseiterin, aber schaun wir mal.

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