Mühldorfer Freibad wird wegen Corona bedeutend weniger Gäste einlassen

Die Zahl der Schwimmer in beiden Becken wir wohl auf je 100 Badende beschränkt werden.
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Die Zahl der Schwimmer in beiden Becken wir wohl auf je 100 Badende beschränkt werden.

Warten auf das Hygiene-Konzept – Mühldorfer Stadtwerke arbeiten an Lösungen – Beschränkungen bei Besucherzahl und der Zahl der Badenden in den zwei großen Becken werden kommen

Mühldorf – Ab 8. Juni können in Bayern die Freibäder in den Kommunen wieder öffnen. Aber auch bei den Bädern sollen die Hygiene-Vorschriften und Abstandsregeln der Corona-Vorschriften eingehalten werden. Die Stadtwerke Mühldorf, zuständig für das Mühldorfer Freibad, arbeiten derzeit an einem Konzept, das den Besuch des Freibades ermöglichen soll.

Gesundheit der Gäste hat höchste Priorität

„Die Gesundheit und die Sicherheit unserer Gäste und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben für uns höchste Priorität“, erklärte Alfred Lehmann, Chef der Mühldorfer Stadtwerke.

Die Stadtwerke warten noch auf ein Hygiene-Konzept der bayerischen Staatsregierung und des Schwimmbadverbandes.

„Beide Konzept liegen noch nicht vor. Wir gehen aber davon aus, dass es zu Vorgaben kommen wird, die wir umsetzen müssen“, betonte Lehmann.

Manfred Rußwurm (links) und Alfred Lehmann im neu gestalteten Kinderbereich im Mühldorfer Freibad. Bauer

Die Mühldorfer Stadtwerke gehen jetzt schon davon aus, dass die Mindestbesucherzahl höchsten zwischen 800 und 1000 Badebesuchern liegen kann. Das wäre rund ein Drittel des bisherigen Fassungsvermögens.

Die Stadtwerke werden in dieser Badesaison keine Jahreskarten für das Freibad verkaufen. Der Eintritt geht nur über Tageskarten, denn nur so kann garantiert werden, dass die Höchstzahl der Besucher nicht überschritten wird.

Begrenzungen in beiden Becken

Begenzungen wird es auch in den beiden großen Becken geben. Alfred Lehmann geht davon aus, dass sich in jedem Becken nur rund 100 Schwimmer aufhalten dürfen. Wie der Zugang und die Zahl geregelt werden können ist für die Mühldorfer Stadtwerke eine weitere Decksportaufgabe. Offen ist auch noch, wo die Schwimmenden ihre Gesichtsmasken deponieren können, wenn sie ins Becken wollen.

Nicht benutzt werden die Umkleidekabinen und die Duschen. Vom Eingang bis zum Liegeplatz wird es wohl eine Maskenpflicht geben. Diese gilt auch für den Weg zum Schwimmerbecken und auf den Weg zu und in den Toiletten.

Lehmann zur Frage des Wassers: „Dem Schwimmbeckenwasser selbst wird ein Desinfektionsmittel (in der Regel Chlor) zugesetzt, das in das Beckenwasser eingebrachte potenzielle Krankheitserreger inaktiviert oder abtötet.“

„Wir können aufgrund dieser noch zu klärenden Fragen und weil wir den neuen Kinderbereich noch ferig gestalten müssen nicht am 8., sondern erst am 11. Juni das Freibad eröffnen.

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Die Mühldorfer Stadtwerke haben auch in diesem Jahr viel Geld für die Sanierung des Freibades in die Hand genommen. Für und 270 000 Euro wurde der Kinderbereich im westlichen Bereich des Freibades komplett erneuert. Es sind neu Umkleiden, Toiletten und Duschbereich entstanden. Auch die Beclen-Landschaft wurde völlig neu gestaltet. Auf die kleinen Badebesucher warten viele Spielgeräte, die neu angebracht wurden. „Wir wollten mit diesen Investitionen von rund 270 000 Euro den Bereich für die Familien mit kleinen Kindern wieder ein Stück attraktiver machen“,erklärte der Stadtwerke-Chef.

Wirtschaftlich wird es nicht leicht

Bäder und Freizeitbetriebe sind generell Zuschuss-Betriebe für die Betreiber. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auflagen werden die wirtschaftliche Situation der Freibäder mir weniger Besucher und mehr Aufwand weiter verschlechtern. „Für uns als Betreiber des Frei- und Hallenbades ist eine Saison mit diesen Auflagen und den damit verbundenen zusätzlichen Kosten noch zu stemmen. Wenn es ein Dauerzustand werden sollte, dann sieht die Situation anders aus“, erklärte Alfred Lehmann.

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