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Corona schmälert die Runde erheblich

Zwischen Digitalisierung und Kaiwe ziagn: 37 neue Landwirte im Landkreis Mühldorf

Drei der besten: Simon Eisenreich, Lena Ober, Sebastian Heimerl (mit Urkunde von links) erhielten ihre Zeugnisse aus der Hand von Landrat Maximilian Heimerl, Bildungsbeauftragtem Josef Mühlhauser, Prüfungsausschussvorsitzender Josef Feichtner, Altöttings Vizelandrat Hubert Gschwendtner und Behördenleiter Josef Kobler (von links).
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Drei der besten: Simon Eisenreich, Lena Ober, Sebastian Heimerl (mit Urkunde von links) erhielten ihre Zeugnisse aus der Hand von Landrat Maximilian Heimerl, Bildungsbeauftragtem Josef Mühlhauser, Prüfungsausschussvorsitzender Josef Feichtner, Altöttings Vizelandrat Hubert Gschwendtner und Behördenleiter Josef Kobler (von links).
  • VonUrsula Huckemeyer
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„Normalerweise feiern wir eine Freisprechung mit mindestens 160 Personen“, unterstrich Josef Mühlhauser, Bildungsbeauftragter beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft (AELF) in Töging zum Auftakt der Feierstunde. Corona schmälerte die diesjährige Runde jedoch erheblich, die sich beim Kreuzerwirt einfand.

Mettenheim – Neben den Absolventen durften nur noch die Eltern und die Ehrengäste teilnehmen.

So gut wie Olympioniken

Wegen der Coronaauflagen, gab es zwei Feiern, bei denen Amtleiter Josef Kobler. 37 Prüfungsteilnehmer die Zeugnisse übergab. Kobler erklärte an die Adresse der jungen Leute gerichtet: „Zur gleichen Zeit als ihr die praktischen Prüfungen abgelegt habt, fanden in Tokio die olympischen Sommerspiele statt. Dort kämpften die Athleten um Medaillen. Ihr bekommt heute zwar keine Medaillen aber dafür den Nachweis, dass ihr ausgebildete Landwirtinnen und Landwirte seid“. Die Absolventen könnten sich alle als Sieger fühlen.

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Der Erfolg sei keine Selbstverständlichkeit sagte Kobler. Ausdauer und Durchhaltevermögen sei das Credo in der Lehrzeit und bei den Prüfungen gewesen.

Bei seiner Ansprache nahm Kobler den Beruf des Landwirts in den Blick. „Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen und vielen Veränderungen. Da geht es unter anderem um Digitalisierung und Automatisierung, um den Klimawandel und um die Stellung der Landwirtschaft in der Gesellschaft“.

Der älteste Beruf der Welt

Amtsleiter Kobler ermutigte die anwesenden jungen Leute Fortbildungsmöglichkeiten über Landwirtschaftsschulen in Anspruch zu nehmen. Das Ziel sollte der Landwirtschaftsmeister oder der Agrarbetriebswirt sein.

Die Absolventen der diesjährigen Abschlussklasse.

Josef Mühlhauser bezeichnete den Landwirt als ältesten Beruf der Welt. Der Bildungsbeauftragte wies daraufhin, dass bei den Prüfungen und den daraus resultierenden Noten (Notendurchschnitt: 2,54) kein Corona-Bonus dabei gewesen sei.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Landrat Max Heimerl war nicht nur als Landrat die Freisprechung, sondern auch als Vater seines Sohnes Sebastian, der als Bester die Prüfungen abschloss. Heimerl sprach von einem wichtigen Meilenstein, den die Absolventen nun bewältigt hätten. „Ihr seid für die zukünftigen Herausforderungen hervorragend gewappnet. Ihr werdet als Nahrungsmittelproduzenten immer gebraucht.“

Kreisobmann Anton Föggl brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass viele junge Leute auch heutzutage noch den Beruf des Landwirts erlernen wollen.

Viermal eine Eins vor dem Komma

Die Prüfung haben alle Teilnehmer bestanden. Bei vier von ihnen steht sogar eine Eins vor dem Komma. Dies ist bei Sebastian Heimerl (1,4) aus Neumarkt St. Veit der Fall, bei Simon Eisenreich (1,5) ebenfalls aus Neumarkt St. Veit), bei Johannes Stettner (1,7) aus Reichertsheim sowie bei Lena Ober (1,8) aus Burgkirchen.

Home-Schooling und Kaiwe ziagn

Ober ließ als Schülersprecherin noch kurz die Ausbildungszeit Revue passieren. „Wir erlebten insgesamt eine Lehrzeit die sich zwischen Home-Schooling und Kaiwe ziagn abspielte“, meinte die Burgkirchnerin schmunzelnd. Die Freisprechungsfeier wurde von Katharina Kaiser aus Töging musikalisch umrahmt. (huc)

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