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Schulen sehen sich gerüstet

Zu Hause und in der Schule: Hohe Corona-Zahlen bringen Landkreis Mühldorf Wechselunterricht

Lernen am Computer: Seit gestern dürfen Schüler der höheren Klassen nur noch alle zwei Tage in die Schule. Die Rektoren versprechen, dass das Lernen darunter nicht leiden soll. Sie seien vorbereitet, heißt es.
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Lernen am Computer: Seit gestern dürfen Schüler der höheren Klassen nur noch alle zwei Tage in die Schule. Die Rektoren versprechen, dass das Lernen darunter nicht leiden soll. Sie seien vorbereitet, heißt es.
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Ab der achten Klasse müssen Schüler im Landkreis Mühldorf in den Wechselunterricht. Das sieht die bayerische Hotspot-Regelung vor. Die Schulen sind vorbereitet, obwohl die Aufforderung sehr kurzfristig kam.

Mühldorf – Für die Schüler der höheren Klassen ist seit gestern mal wieder alles anders. Aufgrund einer Vorschrift des Freistaats müssen Schüler ab der achten Klasse in den Wechselunterricht. Die Vorschrift steht in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaats, die seit 1. Dezember für alle Regionen hohen Corona-Neuinfektionen gilt.

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Liegt der Inzidenzwert wie im Landkreis Mühldorf über 200, bleiben Jugendliche an einem Tag zu Hause, am nächsten gehen sie wieder in die Schule.

Anweisungen kamen kurzfristig

Entsprechend angespannt war die Stimmung am Montag in vielen Schulleitungen. Zwar gab es nach Angaben der Rektorate Pläne für diesen Fall. Es fehlten aber bis in den Dienstagnachmittag hinein die genauen Vorgaben aus Ministerium und Landratsamt. „Wir haben diese Pläne schon seit März“, sagte Daniela Raith, Direktorin des Mühldorfer Gymnasiums. Trotzdem habe alles sehr schnell gehen müssen, um die Eltern informieren und den Wechselunterricht einrichten zu können. Denn ab sofort gilt in allen höheren Klassen ein Mindestabstand von 1,5 Metern im Klassenzimmer. „Dies ist durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, zum Beispiel durch Wechselunterricht“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Landratsamts.

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Ausgenommen davon sind lediglich Förderschulen und die Abschlussklassen aller Schularten, am Gymnasium auch die Jahrgangsstufe elf. „Wo immer möglich, sollen für diese Klassen große Räumlichkeiten genutzt werden, in denen der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Einen Tag zu Hause, einen in der Schule

Für die drei Gymnasien heißt das nach Auskunft der Schulleiter: tageweise Wechselunterricht. Laut Mühldorfs Direktorin Raith wurden die Klassen geteilt. Eine Gruppe lernt in der Schule, die andere bekommt Aufgaben für Zuhause, wenn nötig in Kontakt mit dem Lehrer. „Unsere Klassen besprechen heute, wie sie in den kommenden Wochen vorgehen.“ Dabei sollen je nach Notwendigkeit verschiedene technische Möglichkeiten vom Telefonat bis zum Live-Stream genutzt werden.

Die Kurzfristigkeit stellt für die Schulen das größte Problem da.

Klausuren in der Jahrgangsstufe elf und zwölf sollen im Gymnasium wie vorgesehen geschrieben werden, die großen Leistungsnachweise in der Acht bis Zehn fallen aus. In Mühldorf ist derzeit allerdings die gesamte Jahrgangsstufe zwölf in Quarantäne

Die Gymnasien schlossen sich am gestrigen Vormittag mit dem Landratsamt zu einer Konferenz zusammen, die Mittelschulen am Tag zuvor.

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Trotzdem blieben Fragen offen, wie Angela Wimmer von der Herzog-Heinrich-Mittelschule in Neumarkt-St. Veit berichtet. Denn bis Dienstagsvormittag gab es noch keine konkrete Anweisung aus dem Schulamt.

Auch Mittelschulen waren vorbereitet

Die Regelung trifft in Neumarkt-St. Veit nur eine Klasse, die 8 a, da die 8b in Quarantäne ist. Das Konzept für den Wechselunterricht gleicht dem der Gymnasien, auch in Neumarkt-St. Veit bleibt die Hälfte einer Klasse einen Tag lang zu Hause, am nächsten Tag geht es in die Schule. „Wir haben aus den Erfahrungen des ersten Lockdowns einiges mitgenommen. Der Unterricht über die Videoplattform von Microsoft Teams funktioniert gut“, sagt Wimmer.

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Bereits nach der Schulschließung im Frühjahr hatte die Waldkraiburger Realschule auf einen täglichen Wechselrhythmus gesetzt. Ein Konzept, das sich laut Schulleiter Werner Groß bewährt hat. „Damit bleibt eine größere Nähe zur Schule.“ Wer in der Schule is, trägt weiter Maske, denn größere Abstände sind wegen fehlender größerer Klassenzimmer nicht möglich.

Regel gilt auch für Privatschulen

In der Realschule sollen auch regulär Schulaufgaben geschrieben werden: „Sie werden in der Turnhalle geschrieben, um die Abstände einzuhalten. Die Gruppe, die an diesem Tag keinen Unterricht hat, geht anschließend wieder heim“, erklärt Groß.

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Als „sehr gut aufgestellt“, bezeichnet Hartmut Umhöfer die Wirtschaftsschule Gester. Denn die neuen Corona-Regeln gelten auch für private Schulen. Deshalb hat Gester die achten und neunten Klassen in den Wechselunterricht geschickt. „Wir spiegeln den Unterricht digital zu denSchülern, die zu Hause lernen müssen.“

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