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Oldtimertreffen, Konzerte und Frühschoppen

Zögerliche Nachfrage: Fazit zum Sommer in Aschau am Inn fällt trotzdem positiv aus

Zu Gast beim Aschauer Sommer war am Wochenende Keller Steff mit Big Band. Eine von mehreren Veranstaltungen, die die Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Vereinen seit Ende Juli auf dem Brauereigelände durchgeführt hat.
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Zu Gast beim Aschauer Sommer war am Wochenende Keller Steff mit Big Band. Eine von mehreren Veranstaltungen, die die Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Vereinen seit Ende Juli auf dem Brauereigelände durchgeführt hat.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Konzerte, musikalische Lesung oder Frühschoppen – im zweiten Jahr ohne Aschauer Sommerfest hat die Gemeinde Aschau am Inn mit den Vereinen ein abwechslungsreiches Ersatzprogramm auf die Beine gestellt. Am Wochenende geht die Veranstaltungsreihe „Aschauer Sommer“ mit den letzten Veranstaltungen zu Ende. Zeit für ein Fazit.

Aschau am Inn – Zwei Jahre ohne Aschauer Sommerfest, zwei Sommer ohne vereinseigene Feste – in Aschau wollte man das so nicht hinnehmen. Die Gemeinde hat deshalb in Zusammenarbeit mit den Vereinen den „Aschauer Sommer“ auf den Weg gebracht und ihn mit 20.000 Euro finanziell unterstützt. Der Gedanke war, dass sich die Vereine um die Verpflegung kümmern und nach den vielen Absagen während der Corona-Krise wieder ihre Vereinskasse füllen können. Und natürlich auch, dass endlich mal wieder was in Aschau geboten ist.

Viel im Vertrauen und auf Zuruf

Das hat die Gemeinde auch geschafft. Seit Ende Juli gingen jedes Wochenende unterschiedliche Veranstaltungen über die Bühne. Oldtimertreffen, Konzerte, das Kindermuseum Nürnberg zu Besuch oder zum Abschluss ein Boarischer Abend und ein Konzert mit Sternschnuppe. Vor den letzten Veranstaltungen fällt das Fazit positiv aus. „Der Aschauer Sommer war wirklich sehr gut gelungen“, sagt Bürgermeister Christian Weyrich. Das Hygienekonzept habe man von vornherein so eng gestrickt, dass man die Veranstaltungen auch bei steigenden Corona-Zahlen im Landkreis weiter durchführen konnte. „Wir sind vorsichtiger eingestiegen und konnten auch dynamisch die neuen Regeln aufnehmen.“

Damit alles so reibungslos funktionieren konnte, sei im Vorfeld viel auf Vertrauen und auf Zuruf passiert. „Es musste alles sicher sein, sodass wir auch kurzfristig hätten reagieren können.“ Die steigenden Corona-Zahlen durch Reiserückkehrer sorgten zwar bei Weyrich für Sorgenfalten, aber die Risiken hielten sich in Grenzen. Verträge wurden so gemacht, dass es bei einer coronabedingten Absage keine Konsequenzen gegeben hätte.

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Das Risiko trug als Veranstalter die Gemeinde, die Vereine kümmerten sich um die Bewirtung der Gäste. „Kein Verein hätte sich getraut, ein Fest zu organisieren. So aber hatten wir alle kein Risiko und das war super“, sagt Klemens Schneider, Vorsitzender der Pferdefreunde Aschau, die sich bei zwei Veranstaltungen eingebracht haben. Die Besucher hätten sich sehr gefreut über das Angebot und die Atmosphäre auch genossen.

Rund 160 Besucher sind im Schnitt zu jeder Veranstaltung gekommen. 320 seien jeweils möglich gewesen, mit 250 sei man „auf der sicheren Seite“ gewesen. „Deshalb hatte ich auch nie ein mulmiges Gefühl“, sagt Weyrich. Dennoch sei auffällig gewesen, dass die Leute noch sehr zögerlich auf das Angebot reagiert hätten. „Das hätten wir eigentlich anders erwartet.“

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Für Weyrich gibt es zwei Erklärungen: In der Kürze habe man es nicht geschafft, dass das Angebot in den umliegenden Gemeinden besser bekannt geworden sei. Zum anderen war es bedingt durch Corona. Besucher hätten nach Einführung der 3G-Regel Karten wieder zurückgegeben, weil sie sich nicht testen lassen wollten. Andere hingegen hätten sich wegen der 3G-Regel überhaupt erst zu einer Veranstaltung gewagt.

Von den Erfahrungen profitieren

Wird es eine Neuauflage vom Aschauer Sommer im nächsten Jahr geben? Dazu ist bislang keine Entscheidung gefallen. „Wir wollen auf jeden Fall die Erfahrungen und Lehren daraus mitnehmen“, sagt Weyrich. Doch die Chancen sind gering: In Nicht-Corona-Jahren ist der Aschauer Veranstaltungskalender gut gefüllt. „Braucht es da noch extra was Neues?“, sagt Weyrich. In der Gemeinde sei man froh, dass man die ausgefallenen Feste der Vereine auffangen konnte, aber eine Konkurrenz zu anderen Veranstaltungen wolle man nicht sein.

Das sieht auch Klemens Schneider so. „Jeder Verein hat seine eigenen Fest und damit gibt es ohnehin viele Veranstaltungen in der Gemeinde. Zusätzlich mit einem Aschauer Sommer wird das zu wohl zu viel werden.“

Open Air Kino findet nicht statt

Ursprünglich hatte man am letzten Veranstaltungswochenende beim Aschauer Sommer mit einem Open Air Kino geplant. Dieses findet nun aber doch nicht statt. „Der Aufwand für nur einen Abend lohnt sich nicht. Außerdem ist es auch sehr teuer“, sagt Bürgermeister Christian Weyrich. Das stünde in keinem Verhältnis.

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