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Digitale Vertreterversammlung

Raiffeisenbank will Baurecht für neues Lagerhaus in Neumarkt noch in diesem Jahr

Per Video im Wohnzimmer verfolgten die Mitglieder der Vertreterversammlung den Geschäftsbericht 2019 von Bankvorstand Thomas Standar
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Per Video im Wohnzimmer verfolgten die Mitglieder der Vertreterversammlung den Geschäftsbericht 2019 von Bankvorstand Thomas Standar

Die Raiffeisenbank Neumarkt-St. Veit – Reischach ist gut durch das Thema „Corona“ gekommen. Dieses Fazit hat Vorstandsvorsitzender Thomas Standar bei der 40. Vertreterversammlung gezogen. Zum ersten Mal in der 121-jährigen Geschichte der Genossenschaftsbank fand die Versammlung digital statt.

Neumarkt-St. Veit/Reischach – Eine gewisse Zeit seien einige Schalter geschlossen gewesen, Kurzarbeit angemeldet und ein Schichtsystem eingeführt, zudem Homeoffice-Arbeitsplätze stark ausgebaut worden. „Im Großen und Ganzen haben wir alles im Griff“, betonte Standar. Was bliebe, sei die Unsicherheit, was noch alles komme und wie es weitergehe. Dies sei freilich die neue Normalität, damit werde man noch länger zu tun haben, sagte er.

Reden per Video nachverfolgt

Hauptinhalt der Konferenz, bei der die aktuell gewählten 200 Vertreter die Reden von Aufsichtsrat und Vorstand zu Hause per Video beziehungsweise in Textform verfolgen konnten, war der Geschäftsbericht 2019 mit der Vorlage des Jahresabschlusses.

Erster Rechenschaftsbericht von Thomas Standar

Standar, der in Nachfolge von Lorenz Heller als Vorstandsvorsitzender seinen ersten Rechenschaftsbericht präsentierte, nannte durchweg positive Geschäftszahlen. „Unsere Bilanzsumme ist um 18 auf 621 Millionen Euro gestiegen – ein Anstieg um 2,9 Prozent“, vermeldete er. Ein Treiber dieses Wachstums sei die hohe Nachfrage nach Krediten gewesen. „Unsere Kunden investieren weiter fleißig in Beton und Ziegelsteine“, begründete er dieses.

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Für die Zukunft gut aufgestellt

Von der Bilanzgröße her stehe man im Ranking der 227 Raiffeisen- und Volksbanken in Bayern damit an 81. Stelle, deutschlandweit bei den 839 Banken auf Platz 381. Wenn die Niedrigzinsphase länger anhalte und die Wirtschaft stärker zurückgehe, werde es eine Konsolidierungswelle geben und die Bankenfusionen, wie jüngst zwischen Altötting und Rosenheim, würden zunehmen, machte er den Blick in die Zukunft. „Wir als Ihre Genossenschaft sehen uns für die Zukunft jedoch gut aufgestellt und stellen uns den kommenden Herausforderungen als selbstständiges und starkes Unternehmen“, so Standars Worte an die Genossenschaftsvertreterinnen und -vertreter.

19,9 Prozent Steigerung beim Kreditvolumen

Wann die Niedrigzinsphase, die durch Corona noch verfestigt worden sei, zum Stillstand komme, wisse indes niemand. Steigerungen vermeldete Standar in verschiedenen Geschäftsbereichen, so bei den Kundeneinlagen um zwei Prozent auf 444,6 Millionen Euro oder bei den Kundenkrediten, hier war das Kreditvolumen um 105,3 auf 635,2 Millionen Euro erhöht worden – eine Steigerung um 19,9 Prozent.

Eigenkapital ist um acht Prozent gestiegen

Die verfügbaren Mittel der Bank bezifferte er bei einer Erhöhung um 2,8 auf 125,9 Millionen Euro. Die Liquiditätslage sei daher jederzeit gegeben gewesen. Das Eigenkapital sei zum Ende des Geschäftsjahres um acht Prozent auf 64,9 Millionen Euro angewachsen, berichtete er.

Umsatzsteigerungen auch im Warenbereich

Erfreuliches nannte er auch im Warenbereich, dort konnten Umsatzsteigerungen in allen Bereichen erzielt werden. Bei einer Steigerung um 10,52 Prozent oder rund 1,7 Millionen Euro wies das Jahresergebnis einen Umsatz von 18,6 Millionen Euro aus.

Neues Lagerhaus soll 2023 bezogen werden

Neuigkeiten hatte Standar zu einem neuen Lagerhaus-Standort. Wie bekannt, ist die Bank nach dem Scheitern des Agrar-Logistikzentrums in Pleiskirchen vor fünf Jahren in Neumarkt-St. Veit auf Grundstückssuche gegangen. „Mittlerweile sind die Grundstücke gesichert“, so Standar. Man stecke mitten in der Planung und Kalkulation des neuen Agrarstandortes. Nach Auskunft von Vorstand Helmut Vilsmaier ist es das erklärte Ziel, noch in diesem Jahr Baurecht zu schaffen. Baubeginn soll 2022 sein, die Fertigstellung ist zur Ernte 2023 vorgesehen.

2,213 Millionen Euro Jahresüberschuss

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2019 hat die Bank als Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ein Ergebnis von 7,449 Millionen Euro ausgewiesen. Nach Abzug der Steuern von 1,889, der Stärkung des Eigenkapitals um 2,0 und der Bildung der Risikovorsorge mit 1,347 Millionen Euro verbliebe letztlich ein Jahresüberschuss von 2,213 Millionen Euro, so Standar.

1,532 Millionen Euro fließen in die Rücklagen

Zur Verwendung des Überschusses gab es bei der Online-Beschlussfassung von den 78 teilnehmenden Vertretern, damit 39 Prozent an Teilnahme, ein einmütiges Votum: 1,532 Millionen Euro – der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat – werden in die Rücklagen der Bank eingestellt, aus dem Bilanzgewinn von 681 .000 Euro werden zwei Prozent Dividende gezahlt – in Summe rund 138.000 Euro.

Geschäftsjahr 2019 abgeschlossen

Der restliche Betrag von 542.000 Euro wird der gesetzlichen, aber auch anderen Rücklagen zugeführt. Mit ebenso einstimmigen Entlastungen für die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates schloss die Genossenschaftsbank das Geschäftsjahr 2019 auch pro forma ab. (re)

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