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Bundestagswahl im Landkreis Mühldorf

Zehn Kandidaten bewerben sich im Wahlkreis Mühldorf und Altötting um ein Bundestagsmandat

Der Bürger hat die Qual der Wahl: Er kann zwei Kreuze bei der Bundestagswahl machen. .
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Der Bürger hat die Qual der Wahl: Er kann zwei Kreuze bei der Bundestagswahl machen. .
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Im Bundestagswahlkreis Altötting (212) gibt es 168000 Wahlberechtigte, der besondere Fokus liegt dabei auf der Zweitstimme. Denn die ist entscheidend, wenn es um die Regierungsbildung geht. Das müssen Sie rund umdie Wahl am Sonntag wissen

Mühldorf/Altötting – Reicht es doch wieder zu einem Zweier-Bündnis? Oder regiert in Deutschland nach der Bundestagswahl 2021 erstmals eine Dreier-Koalition? 60,4 Millionen Stimmberechtigte haben am Sonntag, 26. September, die Wahl – darunter rund 168 000 Menschen im Wahlkreis.

Wobei sich so viele Wähler wie nie zuvor bei einer Bundestagswahl den sonntäglichen Gang in die Wahllokale (geöffnet von 8 bis 18 Uhr) sparen werden. Sie haben ihre zwei Kreuzerl schon gemacht – zu Hause, per Briefwahl.

Im Landkreis Mühldorf gibt es nach Angaben des Landratsamtes rund 90 700 wahlberechtigte Bürger (Stand April 2021). Deren Anzahl ist damit im Vergleich zu 2017 etwas gestiegen. Damals gab es zur Bundestagswahl 85 431 Wahlberechtigte.

Extrem viele Briefwahlanträge

15 500 Wahlberechtigte sind es in der Kreisstadt, wie Wahlamtsleiterin Brigitte Nützl mitteilt. Und davon haben nach ihren Worten knapp die Hälfte die Briefwahlunterlagen angefordert. „7300 Wahlunterlagen wurden beantragt. Das ist enorm viel!“ Wie viele davon aber schon zurückgekommen sind, darüber konnte sie am Freitag keine Angaben machen. Wenn am Sonntag nach der Schließung der Wahllokale die Auszählung beginnt, kann sie sich alleine in der Stadt Mühldorf auf die Unterstützung von 250 Wahlhelfern verlassen. Es gibt 21 Urnenwahllokale und zehn Briefwahllokale.

Keine Zettelwirtschaft

Ein Wahlzettel, zwei Stimmen – die Bundestagswahl ist im Vergleich zur „Zettelwirtschaft“ bei Landtags-, Bezirkstags- und Kommunalwahlen eine einfache Wahl. Die Erststimme geht an einen Kandidaten aus der Region, die Zweitstimme an eine Partei. Folgende zehn Erststimmen-Kandidaten treten am 26. September an: Stephan Mayer (CSU), Annette Heidrich (SPD), Dr. Klaus Lang (AfD), Sandra Bubendorfer-Licht (FDP), Christoph Arz (Grüne), Sebastian Misselhorn (Die Linke), Dr. Ilse Ertl (Freie Wähler), Bernhard Suttner (ÖDP), Simon Wahl (Bayernpartei), Edgar Siemund (Die Basis).

Lesen Sie dazu auch: Die Stimme der Jugend – Die Ergebnisse der U18-Wahlen in unseren Wahlkreisen

Zwei Mühldorfer Abgeordnete in Berlin

Als Favorit geht Seriensieger Stephan Mayer ins Rennen, aktuell neben Sandra Bubendorfer-Licht (FDP) einziger Mühldorfer Abgeordneter in Berlin. Der 47-jährige Neuöttinger gehört seit 2002 dem Bundestag an und hat sich fünfmal mit großem Vorsprung auf die Konkurrenz das ErststimmenMandat gesichert.

Wachstum führte zu neuer Einteilung

Der Sieger bei den Erststimmen hat seinen Platz im Parlament sicher. Doch für die mit Spannung erwartete Sitzverteilung und die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag – und damit auch für die Regierungsbildung – ist die Zweitstimme entscheidend. Möglich ist der Einzug in den Bundestag für die Direktkandidaten auch über die Landesliste. Den aussichtsreichsten Platz belegt Bubendorfer-Licht mit Rang 9 auf der FDP-Liste. Die Wahlbeteiligung im Landkreis Mühldorf lag 2017 bei über 75 Prozent.

Alles zur Bundestagswahl lesen Sie hier.

168 000 Wahlberechtigte sind aufgerufen zur Wahl zu gehen

In Bayern leben mittlerweile so viele Menschen, dass die Wahlkreise 2015 neu eingeteilt worden sind und der Freistaat einen zusätzlichen bekommen hat - statt bisher 45 sind es nun 46. Die Neueinteilung macht es aber gleichzeitig auch komplizierter, denn: Landkreise und Wahlkreise müssen nicht identisch sein. So gehören zum Wahlkreis Altötting der Landkreis Altötting sowie der Landkreis Mühldorf. Im Bundestagswahlkreis Altötting (212) gibt es insgesamt gut 168 000 Wahlberechtigte.

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Seriensieger Stephan Mayer (CSU)

Ein kurzer Rückblick: Bei der Bundestagswahl 2017 holte der CSU-Kandidat im Wahlkreis Altötting-Mühldorf 54,5 Prozent der Erststimmen. Das war deutschlandweit und parteiübergreifend eines der besten Ergebnisse eines Direktkandidaten. Dabei hatte er 11,3 Prozent gegenüber 2013 eingebüßt, bei den Zweitstimmen lag das Minus damals sogar bei 14,6 Prozent (44 Prozent). Einen erheblichen Zugewinn verzeichnete dafür die AfD mit ihrem Kandidaten Oliver Multusch, der bei den Erststimmen einen Zugewinn von 9,8 Prozent verzeichnete (13,1). Bei den Zweitstimmen legte die AfD sogar 10,5 Prozent zu (14,6). Nicht nur die CSU, auch die SPD musste 2017 ein beachtliches Minus hinnehmen. Im Wahlkreis Altötting-Mühldorf kam die Partei auf 12,3 Prozent, verlor zwei Prozent der Erst- und 2,8 Prozent der Zweitstimmen.

2017 starke Zuwächse bei der FDP

Die FDP sprang 2017 von 3,6 auf 5,6 Prozent (Erststimmen) beziehungsweise von 5,0 Prozent auf 8,9 (Zweitstimmen). Die Linke legte um 2,3 auf 4,8 Prozent zu beziehungsweise um 2,4 auf 5,3 Prozent; und die Grünen haben sich bei der Erststimme um 0,6 auf 6 Prozent verbessert beziehungsweise bei der Zweitstimme um 1,1 Prozent auf 6,8 Prozent.

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