Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


KATHARINENKIRCHE

Zehn Jahre Einsturzgefahr

Marode vom Dach bis zum Fundament: St. Katharina ist seit zehn Jahren für Besucher geschlossen. ha
+
Marode vom Dach bis zum Fundament: St. Katharina ist seit zehn Jahren für Besucher geschlossen. ha

Es ist ein trauriges Jubiläum. Seit genau zehn Jahren sind die Türen der Katharinenkirche in Mühldorf fest verschlossen. „Betreten verboten wegen Einsturzgefahr“ heißt es auf einem Schild am Eingang. Doch 2017 sollen den Absichtserklärungen endlich Taten folgen und die Sanierung beginnen.

Mühldorf – Schon auf der Jahreshauptversammlung im Oktober zeigte sich der Vorsitzende des Fördervereins Katharinenkirche, Georg Waldinger, vorsichtig optimistisch, was die Realisierung der Renovierung der historisch wertvollen Kirche betrifft (siehe Infokasten). Bestätigt fühlt sich Waldinger seit einem Treffen aller Beteiligten Anfang Dezember. Die Runde setzte sich aus Experten vom Staatlichen Bauamt Rosenheim, vom Landesamt für Denkmalpflege, vom Baureferat der Diözese, von der Kirchenverwaltung, von Landratsamt, Stadtbauamt sowie Statikern und Architekten zusammen. „Alle Teilnehmer haben den Bedarf der Maßnahme erkannt. Vor allem von Seiten des Landesdenkmalamts wurde die historische Bedeutung der Kirche noch einmal herausgestellt.“

Darüber hinaus stellte Mark Böttges, Geschäftsführer des Ingenieurbüros „Barthel & Maus“, den Umfang der Schäden und mögliche Sanierungskonzepte vor. Die nächsten Schritte: Bis Ende März soll laut Waldinger eine detaillierte Schadens-Kartierung für den Dachstuhl sowie ein endgültiges statisches Sanierungskonzept vorliegen. Die statische Ertüchtigung von Mauerwerk, Gewölbe und Dachkonstruktion sind die zentralen Punkte der Sanierung. So hat sich unter anderem der Gebäudeteil mit der Sakristei in den letzten Jahren um weitere Millimeter abgesenkt. „Das Fundament der Sakristei ist aufgrund des sandigen Untergrunds einfach nicht ausreichend“, erklärt Waldinger. „Das verschärft die ohnehin schwierige statische Situation noch einmal.“ In einer ersten Maßnahme waren vor Jahren bereits Zuganker eingezogen worden, um einem weiteren Auseinanderdriften der Mauern entgegen zu wirken.

Was die Kosten betrifft, liegen laut Waldinger keine neuen Zahlen vor. „Das Thema wurde ganz bewusst ausgeklammert, so lange keine detaillierten Informationen zu den Schäden und dem Sanierungskonzept vorliegen.“ Auf 2,3 Millionen Euro schätzte das Staatliche Bauamt Rosenheim vor Jahren die Kosten einer Instandsetzung. Neben der statischen Ertüchtigung stand damals noch die Neueindeckung des Daches, die Restaurierung der Fassaden, der Innenraumschale und der Ausstattung sowie die Erneuerung von Volksaltar, Priestersitzen und Ambo auf dem Plan.

Um fehlendes Geld macht sich Vereinsvorsitzender Waldinger keine großen Sorgen: „Da gibt es eine konkrete Zusage von Seiten des Freistaats.“ Bereits im Frühjahr 2015 hatte Kultusminister Ludwig Spaenle sowohl gegenüber Staatsminister Dr. Marcel Huber als auch dem Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch schriftlich zugesichert, dass Geld für die Sanierung der Kirche am Katharinenplatz zur Verfügung stehe und „die Erneuerung des baufälligen Gotteshauses voraussichtlich 2016“ beginnen könne.

Auch wenn dieser Termin – wieder einmal – nicht gehalten wurde, ist Waldinger zuversichtlich, dass die Sanierungsarbeiten nun tatsächlich in der ersten Jahreshälfte 2017 beginnen. „Es gibt eigentlich kein Zurück mehr.“ Bis die Türen von St. Katharina auch den Besuchern wieder offen stehen, werden allerdings Jahre vergehen. Das Bauamt schätzt die Bauzeit auf rund 30 Monate.

Kommentare