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Staatsregierung fördert Schwimmkurse mit 50 Euro

Mehr Nichtschwimmer in Mühldorf: Das Problem sind nicht unwillige Eltern oder Kinder

Der Freistaat Bayern stellt Gutscheine von 50 Euro für den Schwimmunterricht für Kinder zur Verfügung..
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Der Freistaat Bayern stellt Gutscheine von 50 Euro für den Schwimmunterricht für Kinder zur Verfügung..
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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Zu wenig Schwimmbäder und die Folgen der Corona-Pandemie führen dazu, dass immer weniger Schülerinnen und Schüler das Schwimmen erlernen. Die Bayerische Staatsregierung fördert die Vorschulkinder und Erstklässler mit einem Gutschein von 50 Euro für die Teilnahme an einem Schwimmkurs. Sowohl DLRG als auch die Wasserwacht Bayern raten den Eltern, selbst mit den Kindern zu üben.

Mühldorf – Die Deutsche Lebens Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnte, dass mehr Kinder denn je nicht oder nicht gut genug schwimmen könnten. Seit Jahren sei zu beobachten, dass der Schwimmunterricht an Schulen immer weniger werde. So konnten bereits vor der Pandemie annähernd 25 Prozent aller Grundschulen keinen Schwimmunterricht mehr anbieten, weil ihnen kein Bad zur Verfügung steht. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung noch befeuert.

Schwimmkurse werden gefördert

Auch die Bayerische Staatsregierung hat sich diesem Thema angenommen. Im Rahmen des Programms „Mach mit – Sei fit“ erhalten alle bayerischen Schulkinder der Jahrgangsstufen Eins bis Vier einen Gutschein über 30 Euro für die Mitgliedschaft in einem bayerischen Sport- oder Schützenverein. Im Rahmen des Programms „Mach mit – Tauch auf“ erhalten außerdem alle Vorschulkinder und Erstklässler einen Gutschein im Wert von 50 Euro für die Teilnahme an einem Schwimmkurs zum Erwerb des Frühschwimmerabzeichens „Seepferdchen“. Diese können bei allen bayerischen Schwimmvereinen, der Wasserwacht und der DLRG eingelöst werden.

Die Gutscheine werden zu Beginn des (Vor-)Schuljahres 2021/22 durch die Schulen und Kindertagesstätten verteilt. Weitere Informationen sind unter www.mach-mit.bayern.de sowie unter www.lra-mue.de zu finden.

Ansprechpartnerin im Landratsamt Mühldorf für „Mach mit – Tauch auf“ ist Marina Zehethofer unter Telefon 0  86  31/6 9 99  36 oder per E-Mail an marina.zehethofer@lra-mue.de.

„Corona hat die Lage noch verschärft“, bestätigt auch Oliver Welter, „stellvertretender Technischer Leiter, der Wasserwacht Bayern“. Das Risiko zu ertrinken steige. „Es gibt einen Stau bei den Kinderschwimmkursen, die eigentlich im letzten Jahr hätten schwimmen lernen sollen“, so Felix Fendt, Technischer Leiter der DLRG im Landkreis Mühldorf.

Lesen Sie auch: Was Eltern bei Schwimmdefiziten tun können

Das könne durch Schwimmkurse der Anbieter allein nicht aufgeholt werden. Auch deshalb raten sowohl DLRG als auch die Wasserwacht Bayern den Eltern, selbst mit den Kindern zu üben. DLRG warnte zuletzt, dass mehr Kinder denn je nicht oder nicht gut genug schwimmen könnten.

Seit Jahren sei zu beobachten, dass der Schwimmunterricht an Schulen immer weniger werde. So konnten bereits vor der Pandemie annähernd 25 Prozent aller Grundschulen keinen Schwimmunterricht mehr anbieten, weil ihnen kein Bad zur Verfügung steht.

Genaue Zahlen zur Schwimmfähigkeit im Landkreis liegen aktuell nicht vor. Bäderschließungen während der Pandemie, ausgefallener Schulschwimmunterricht und auch das Wetter dürften die Zahlen der Nichtschwimmer analog den bundesweiten Trends deutlich nach oben getrieben haben“, bilanziert die DLRG.

75 Prozent weniger Schwimmabzeichen

Auch die langjährige Kooperation „Sicherer Schwimmer“ zwischen AOK, dem Mühldorfer Schulamt und uns konnte im letzten Schuljahr leider aufgrund der Pandemie und den Badschließungen nicht ihren üblichen Erfolg verbuchen. In den Vorjahren profitierten über 550 Schülerinnen und Schüler von dieser Kooperation, über 250 Schülerinnen und Schüler konnten Schwimmabzeichen in Bronze ablegen. Alle Partner sind erfreulicherweise weiter bestrebt, die Aktion auch weiterhin durchzuführen. Das ist nicht selbstverständlich, aber sehr positiv“, sagte Felix Fendt.

Trend ist besorgniserregend

Bundesweit wurden in 2020 gegenüber 2019 durch die DLRG 75 Prozent weniger Schwimmabzeichen abgenommen. Bei den Seepferdchenabzeichen sind es ebenfalls mehr als 70 Prozent weniger. „Wir gehen davon aus, dass diese Zahlen auch auf den Landkreis anwendbar sind, möglicherweise die Zahlen sogar höher sind. Das ist ein durchaus besorgniserregender Trend“, erklärte Felix Fendt.

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