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Wir lassen‘s gut sein

Corona-Alarm hier, Kontaktbeschränkungen dort – auch diese Woche hätten wir keine Mühe, die ganze Wochenschau rund um das ekelhafte Virus zu bestreiten, dass das ganze Leben dominiert, wenn wir nicht aufpassen.

Schluss damit. Wir lassen‘s gut sein. Wenigstens am Wochenende. Und konzentrieren uns darauf, was Mut macht. Auf das, was im Corona-Katastrophen-Modus kaum noch wahrgenommen wird und doch so Not tut: gute Nachrichten.

Als ob es die nicht gibt. Zum Beispiel an der Beethoven-Grundschule. Dort hat die ewige Raumnot bald ein Ende. Die Stadt baut an. Selbst im Jubiläumsjahr 2019 hatte es danach noch nicht ausgesehen. Jetzt wird‘s was.

Unverhofft kommt oft. Auch bei den Strompreisen. Sonst ist das Brieferl, mit dem die Stadtwerke eine Tarifänderung ankündigen ja eher Anlass, stimmungsmäßig unter Strom zu stehen. Doch nächstes Jahr wird’s gar nicht so schlimm. Im Gegenteil. Die Strompreise sinken 2021. Entgegen dem allgemeinen Trend.Keiner wird reich davon, aber – eine gute Nachricht.

Der SPD-Ortsverein trotzt Corona. Die Wunschbaumaktion scheitert am Virus beziehungsweise an den Einschränkungen. Die SPD hat trotzdem einen Weg gefunden, Menschen, die unter den Pandemie-Auflagen besonders gelitten haben, an Weihnachten eine Freude zu machen.

Der neue Pfarrverbandsleiter Pater Walter Kirchmann hat bei seiner Amtseinführung gleich ein klares Signal gesetzt, dass ihm ein partnerschaftliches Miteinander zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen in den Gemeinden wichtig ist. Dass er miteinander Kirche leben und lebendig machen will. Nicht nur die katholischen Christen dürfen gespannt sein, wie er diesen Vorsatz umsetzt, wenn Corona auch in der Kirche wieder Lockerungen zulässt.

Junge Leute, Konfirmanden, von der anderen Fakultät, der evangelischen Kirchengemeinde, haben auf ihre Weise Zeichen gesetzt: Einen ganzen Vormittag haben sie der Kälte getrotzt und Christrosen für den guten Zweck verkauft. Vom Erlös können 40 Jugendliche in der Partnergemeinde in Tansania ein ganzes Jahr mit Stipendien unterstützt werden.

Und weil wir grade bei den Segnungen des Winterwetters sind, noch eine gute Nachricht: Der Volksfestplatz hat in der kalten Jahreszeit seinen Reiz als Aufmarschzone für Demos und Protestkundgebungen ein wenig verloren. Das war doch nur ein kleines Häufchen von sogenannten Querdenkern, die neulich dort zusammen kamen, um der Welt zum wiederholten Mal weiszumachen, sie seien das Volk. Nein, so sehr sie diese Rolle auch für sich beanspruchen, das sind sie nicht. Allenfalls bei ihren Demos sind sie in der Mehrheit. Und selbst dort nicht immer, wie die dreifache Zahl an Schaulustigen und Gegnern bei der Demo in Mühldorf zeigt.

Im Bauausschuss gab’s neulich noch eine gute Nachricht, jedenfalls für den Schenk Gustl, gewissermaßen ein unabsichtliches nachträgliches Geburtstagsgeschenk zum 83. Ganz Waldkraiburg weiß, dass der ewige Gustl, der älteste Stadtrat weit und breit, sich nichts sehnlicher wünscht, als dass die Stadt endlich die verkehrliche Um- und Neugestaltung des Goetheplatzes in Angriff nimmt. Und weil es am Grünen Weg mit den städtischen Plänen grade hakt, kündigte der Bürgermeister tatsächlich an, Mittel für die Planung des Goetheplatzes umzuschichten.

Hört der UWG-Stadtrat nun auf? Schließlich hatte er mehrfach angekündigt, so lange im Amt zu bleiben, bis sich am Goetheplatz was tut. Weil der Gustl kein Quer-, sondern ein Gradausdenker ist, schob er gleich nach der Sitzung derlei Spekulationen einen Riegel vor, mit dem knappen Kommentar: „Der Platz ist ja noch nicht fertig.“ Realisten können das nur als Ankündigung dafür werten, dass er 2026 erneut bei den Wahlen antritt.

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