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Mit 70 wieder laufen lernen

Sie wollen Betroffenen helfen: Gerhard Golling, Alexander Gielczynski, Sigrid Gielczynski, Gertrud Dittrich, Georg Petermeier, Marianne Zollner und Alexandra Nettelnstroth vom Haus der Begegnung (von links).  Foto re
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Sie wollen Betroffenen helfen: Gerhard Golling, Alexander Gielczynski, Sigrid Gielczynski, Gertrud Dittrich, Georg Petermeier, Marianne Zollner und Alexandra Nettelnstroth vom Haus der Begegnung (von links). Foto re

Im Selbsthilfezentrum "Haus der Begegnung" soll eine Selbsthilfegruppe "Prothesenträger" gegründet werden. Im Vordergrund stehen Erfahrungsaustausch und praktische Tipps für den alltäglichen Umgang mit einer Prothese.

Mühldorf - "Wir wollen vor allem frisch Betroffenen Mut machen", sind sich Alexander Gielczynski, Georg Petermeier und Gertrud Dittrich einig. "Denn zuerst meinst Du, damit stehst Du völlig allein da und helfen kann Dir niemand. Aber so ist es nicht." Ergreifend sind die Geschichten der Betroffenen, die alle eines gemeinsam haben: Sie haben ein Bein oder zwei Beine verloren und können heute mit Hilfe von Prothesen wieder laufen.

"Ich hatte einen Motorradunfall, als ich 18 war, jetzt bin ich 55", "Ich hatte Knochenkrebs mit 22", "Bei mir waren es Durchblutungsstörungen, vor einem Jahr wurde mein Bein amputiert, nun bin ich 70". So verschieden die Gründe für die Amputationen sind, standen sie doch alle in ihrem Leben plötzlich vor demselben Problem: Wie soll es weitergehen? Wie kann man das bewältigen?

Und hier fängt der Sinn einer Selbsthilfegruppe an. Denn wer schon gelernt hat, damit zurechtzukommen, der kann auch anderen zeigen, dass das Leben mit Prothese noch viele Möglichkeiten bietet.

Viele Fragen tauchen auf, mit denen die Menschen zunächst überfordert sind. Welche Krankenkassenleistungen stehen mir zu? Wie bekomme ich einen Gehbehindertenausweis? Welche Prothesen sind am besten geeignet? Hören die Schmerzen wieder auf? Auch hier können Betroffene mit ihren Erfahrungen anderen helfen.

Im Selbsthilfezentrum "Haus der Begegnung" wird nun eine neue Selbsthilfegruppe "Prothesenträger" gegründet. Ausgangspunkt war die Anfrage des Sanitätshauses Wöllzenmüller, ob denn die Gründung einer Gruppe möglich sei. "Natürlich wollen wir diese Menschen unterstützen, denn Betroffene gibt es viele", sagt Einrichtungsleiterin Marianne Zollner. Mit Gerhard Golling steht der neuen Gruppe auch ein Orthopädietechniker beratend zur Seite.

Das erste Treffen der Selbsthilfegruppe "Prothesenträger" findet am Montag, 18. Februar, um 19 Uhr im Haus der Begegnung (Auf der Wies 18) in Mühldorf statt. Betroffene und Interessierte sind eingeladen und können sich unter der Telefonnummer 0 86 31/40 99 im Haus der Begegnung in Mühldorf informieren und anmelden. re

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