Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Vortrag über Betrungsmethoden

Vorsicht ist wichtig: Herbert Grieser informiert in Ampfing über Maschen von Trickbetrügern

Die Organisatoren (von links): Sepp Sperr KAB, Referent Kriminalhauptkommissar Herbert Grieser und Kfd Vorsitzende Rosmarie Hentschel, zeigten sich zusammen mit den Besuchern, begeistert über den informativen Nachmittag.
+
Die Organisatoren (von links): Sepp Sperr KAB, Referent Kriminalhauptkommissar Herbert Grieser und Kfd Vorsitzende Rosmarie Hentschel, zeigten sich zusammen mit den Besuchern begeistert über den informativen Nachmittag.
  • Rita Stettner
    VonRita Stettner
    schließen

Wenn der Handwerker ungewollt klingelt - Kriminalhauptkommissar Herbert Grieser referierte in Ampfing über den Enkeltrick und andere Betrugsmaschen von Trickbetrügern, die häufig bei Senioren angewendet werden

Ampfing — Fast jeden Tag liest man in der Zeitung oder hört man von den sogenannten Haustür- oder Enkeltricks. Immer wieder versuchen Betrüger, insbesondere Senioren mit miesen Tricks Geld abzunehmen. Herbert Grieser, Präventionsbeauftragter der Polizei für Betrugsdelikte, zeigte im vollen Pfarrsaal in Ampfing, auf Einladung der KAB und katholischen Frauengemeinschaft, welche Betrugsmethoden häufig anzutreffen sind und worauf jeder achten sollte, um nicht selbst Opfer eines Trickdiebstahls zu werden. Nach der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik werden über 60-Jährige insgesamt verhältnismäßig selten als Opfer eines Verbrechens polizeilich erfasst.

Dennoch gibt es zahlreiche Betrugsmethoden, die von Kriminellen insbesondere bei Senioren angewandt werden. Kriminalkommissar Herbert Grieser gibt Tipps, welche Verhaltensregeln das Risiko minimieren, selbst Opfer von Trickdieben zu werden. An der Haustüre, am Telefon, im Internet oder auch in der Öffentlichkeit – ein Betrug ist an jedem Ort möglich. „Da immer mehr Menschen immer älter werden, entwickeln sich vermehrt spezifische, auf ältere Opfer ausgerichtete Deliktsmuster“, betont Grieser.

Anwendung des Enkeltricks

Eine der bekanntesten Methoden ist der Enkeltrick. Dabei rufen die Betrüger ihr Opfer an, geben sich als Enkel oder sonstigen Verwandten oder Bekannten aus, der einen finanziellen Engpass oder eine Notlage wie einen Unfall im Ausland hat, und bitten den Angerufenen kurzfristig um Bargeld. In manchen Fällen geben sich die Kriminellen auch als Anwalt, Polizist oder sonstige Person einer Behörde aus, erklären, dass ein Verwandter oder Bekannter des Opfers in einen Unfall oder eine Straftat verwickelt war und nun für die medizinische Behandlung oder Strafverteidigung Geld benötigt.

Die Polizei rät, prinzipiell misstrauisch zu sein. Um sich zu vergewissern, dass der Anrufer wirklich derjenige ist, für den er sich ausgibt, sollte man bei anderen Familienangehörigen Rücksprache halten. Grundsätzlich sollten keine Details über familiäre und finanzielle Verhältnisse bekannt gegeben werden und man sollte nie Geld an unbekannte Personen übergeben. Kommt einem der Anruf verdächtig vor, ist es sinnvoll, umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110 zu informieren.

Wie Trickbetrüger in die Wohnung wollen:

Bei einigen Betrugsmethoden wird die Hilfsbereitschaft von Senioren ausgenutzt. Dazu klingeln die Kriminellen zum Beispiel direkt an der Haustüre ihres Opfers und versuchen durch einen Vorwand in die Wohnung zu kommen, um zu stehlen. Manche Gauner geben sich auch als Polizist, Gerichtsvollzieher, Handwerker, Paket- oder Postmitarbeiter aus und versuchen so, in die Wohnung ihres Opfers zu gelangen.

Grundsätzlich sollte man keine Fremden in die Wohnung lassen. Handwerker sollte man nur einlassen, wenn man sie selbst bestellt hat oder sie vom Vermieter angekündigt wurden. Vermutet man einen Betrug oder ist man bereits Opfer eines Kriminellen geworden, ist es wichtig, sich umgehend an die Polizei zu wenden.

Kostenlos kann man sich dazu bei der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle - entweder auf der Dienststelle oder Zuhause beraten lassen. Erreichbar ist Kriminalhauptkommissar Herbert Grieser unter 0 86 31/36 73 43 3 oder unter polizeiberatung-muehldorf@polizei.bayern.de. Weitere Infos zu dem Thema gibt es unter www.polizei-beratung.de oder www.polizei.bayern.de.

Mehr zum Thema

Kommentare