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ODU Steckverbinder

Wie eine Oscar-Nominierung - ODU-Werkzeugbau erreicht Finale eines Excellenz-Wettbewerbs

Unter den Besten: Reinhold Hechfellner, Uli Harter, Klaus Noppenberger, Gerhard Beiel und Andreas Kotzmaier (von links) vom Werkzeugbau bei ODU.
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Unter den Besten: Reinhold Hechfellner, Uli Harter, Klaus Noppenberger, Gerhard Beiel und Andreas Kotzmaier (von links) vom Werkzeugbau bei ODU.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Der Mühldorfer Hersteller von Steckverbindern ODU hat an einem Wettbewerb für Werkzeugmacher mitgespielt und es fast nach ganz oben geschafft.

Mühldorf – Die Namen der anderen erschienen übermächtig: Bosch, ZF, Firmen, die in einer anderen Liga spielen, glaubt Reinhold Hechfellner, der den Werkzeugbau bei ODU in Mühldorf leitet.

Eine eher kleine Abteilung mit ihren 54 Mitarbeitern, wenn man sie mit den Konzernen vergleicht.

Gleich ins Finale des Wettbewerbs

Und doch trauten sich die ODU-Leute zu, in dieser Liga mitzuspielen – und kamen bei der ersten Teilnahme prompt ins Finale der Werkzeugbau-Oskar-Verleihung.

„Excellence in Production: Auswahl der besten Werkzeugbaubetriebe im deutschsprachigen Raum“ heißt der Wettbewerb offiziell, der in verschiedenen Kategorien Leistung- und Innovationskraft der Werkzeugbauer bewertet.

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Ausschließlich für die eigene Firma arbeitet die Abteilung in Mühldorf und stellt die Werkzeuge her, die ODU braucht, um weltweit anerkannte Steckverbinder produzieren zu können. Für den Produktionsleiter aller ODU-Fertigungsstätten ist dieser Werkzeugbau wichtiger Teil des Firmenerfolgs des Unternehmens mit seinen 2300 Mitarbeiter in aller Welt. „Hochwertige Werkzeuge zu marktgerechten Lieferzeiten und Kosten sind der Schlüssel zum Projekterfolg in der Auftragsgewinnungsphase“ , sagt Robert Klemisch, „und der Garant für zuverlässige Qualität und Belieferung der Kunden in der Serienfertigung in allen globalen Marktregionen.“

Eingehende Prüfung vor Ort

Die Prüfer des Werkzeugmaschinenlabor WZL der Technischen Hochschule Aachen und des Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT unterzogen die Arbeit der Mühldorfer Werkzeugmacher einer eingehenden Prüfung, bevor sie sie unter die letzten drei von 300 Teilnehmern wählten.

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Wer sich für den Preis bewarb, das will der Sprecher der beteiligten Institutionen nicht sagen. „Aus datenschutztechnischen Gründen und insbesondere um Teilnehmer, welche nicht ins Finale des Wettbewerbs eingezogen sind nicht negativ dastehen zu lassen, veröffentlichen wir neben der Liste der Finalisten keine weiteren Teilnehmerlisten“, schreibt Christian Lücke auf Anfrage.

Auch aus den Schwächen gelernt

ODUs-Werkzeugbauchef Hechfellner. „Es ist wie eine Oscar-Nominierung“, auch wenn die Trophäe schließlich an ZF ging. Und noch mehr als über die reine Nominierung ist Hechfellner vom den Inhalt der Anerkennung begeistert. „Es hat uns brutal gefreut, denn keiner ist so vielseitig wie wir.“ Es gelte sich im Werkzeugbau breit aufzustellen, um erfolgreich sein zu können, betonte die Jury mit Blick auf die Spritz- und Stanzwerkzeuge, die Hechfellners Mitarbeiter bauen.

Hechfellner freut sich aber auch die Erkenntnisse, die die Reden und Gespräche während der Verleihung in Aachen gebracht hätten. Vor allem ein Begriff habe dabei heraus gestochen: Automatisierung im Werkzeugbau. Ein Bereich, in dem bei ODU nach seiner Ansicht Verbesserungspotenzial besteht.

Automatisierung stärken

„Ich habe gesehen, was man noch machen kann“, sagt Hechfellner. Denn neben dem Lob für die Stärken des Betriebs ermögliche eine solche Preisvergabe auch eine Analyse der eigenen Schwächen. „Das war der Grund, warum wir mitgemacht haben.“ Die so gewonnen Erkenntnisse sollen den Werkzeugbau bei ODU beflügeln. Denn mit dem bisher erreichten, will sich Hechfellner nicht zufriedengeben.

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