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Feier im Stadtsaal Mühldorf

„Jetzt kommt die zweite Halbzeit“: Wirtschaftsschule verabschiedet Absolventen

Die fünf Besten: (von links) Viktoria Kurzweil, Jona Lebang, Anna Weber, Annalena Hangl und Lena Winterer.
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Die fünf Besten: (von links) Viktoria Kurzweil, Jona Lebang, Anna Weber, Annalena Hangl und Lena Winterer.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Mühldorf – In den Stadtsaal Mühldorf hatte die Private Wirtschaftsschule Gester zu ihrer Abschlussfeier unter der Ägide des Leiters Hartmut Umhöfer geladen.

In seinem Grußwort stellte sich der stellvertretende Landrat Markus Saller die Frage, was man eigentlich in der Wirtschaftsschule lerne. Als er vor 33 Jahren im Ruperti-Gymnasium sein Abitur abgelegt habe, seien ihm nur die besonders hübschen Mädchen ins Auge gefallen, die in der Schule ein- und ausgingen.

Praktisch im Betrieb einsetzbar

Mittlerweile sei er eines Besseren belehrt worden, nämlich, dass diese weiterführende Schule ein wichtiger Baustein im bayerischen Schulsystem sei. In seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Altötting-Mühldorf wisse er, dass Wirtschaftsschülerinnen und -schüler schnell und praktisch in einem Betrieb einsetzbar seien. Saller weiter: „Heute heißt es ausruhen, sich zurücklehnen, feiern. Morgen aber geht es richtig los mit Ausbildung, Studium oder einer weiteren Ausbildung in einer Schule. Dass man ein Leben lang lernen muss, ist bekannt.“ An der Wirtschaftsschule heiße dies „Fürs Leben lernen“, so Saller.

Mühldorfs Bürgermeister Michael Hetzl bemühte in seiner Rede einen Vergleich aus der Fußballsprache: „Sie haben die erste Halbzeit gespielt, jetzt kommt die zweite Halbzeit.

Egal, ob sie in der ersten Hälfte gewonnen oder verloren haben, jetzt entscheidet die zweite Halbzeit über das gesamte Spiel“. Jetzt gehe es darum, eine Ausbildung zu machen, im eklatanten Fachkräftemangel stecke die große Chance, ist sich der Bürgermeister sicher. Als Vertreterin der Absolventen bedankte sich anschließend Sarah Fischl bei allen Lehrkräften, dass diese sie alle so gut durch die Schulzeit und die Prüfungen gebracht hätten und verteilte Präsente. Eine Lehrerin einer Abschlussklasse – sie isst gerne mal ein Frühstücksei – bekam zwei Hennen geschenkt. „Nach dem Abschluss ist wie vor dem Abschluss – nur anders“. Mit diesen Worten eines unbekannten Abiturienten begann Studiendirektor Hartmut Umhöfer seinen Rückblick. Ebenso gilt der Spruch eines ebenfalls unbekannten Wieners: „Jetzt muss etwas geschehen, aber es darf nichts passieren.“

Der Schulleiter nahm Bezug auf die bangen Gefühle seiner Abschlussschüler, die nicht mehr in der Schule, aber auch noch nicht in ihrem Betrieb oder an ihrem Studienplatz seien.

Hartmut Umhöfer bedankte sich bei den Eltern für die gute Zusammenarbeit und bei den Lehrkräften für das großartige Engagement, das weit über das hinausging, was von Lehrkräften erwartet wird.

Am Ende dannauch ohne Masken

Ruth Gester, die stellvertretende Schulleiterin, gab einen Überblick über die durchgeführten Aktivitäten. Mit den Partnerfirmen Kraiburg TPE, Netzsch (Waldkraiburg) und Nutz (Ampfing) wurden für Abschlussschüler Bewerbungstrainings durchgeführt, die AOK veranstaltete ein Benimm-Training, so Gester, die auf die Anstrengungen während der Pandemie hinwies. „Am Anfang hatten wir selbst genähte Masken, dann OP-Masken, schließlich FFP2-Masken – Masken ohne Ende, aber jetzt auch ein Ende ohne Masken. Es gab tägliche oder wöchentliche Tests“, zählt Gester auf.

Den krönenden Abschluss bildete – wie im vergangenen Jahr – das Steigenlassen vieler bunter Luftballons.

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