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Wettbewerbsverfahren für Zugverkehr im Linienstern

München. –Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, hat das Wettbewerbsverfahren für den Regionalzugverkehr im Linienstern Mühldorf eröffnet.

Das Netz umfasst sämtliche nicht elektrifizierten Strecken in Südostbayern, inklusive der Gäubodenbahn Bogen – Straubing – Neufahrn.

Der Verkehrsvertrag startet im Dezember 2024 und endet im Dezember 2032. Es handelt sich um einen Nettovertrag. Verkehrsunternehmen können ihre Angebote voraussichtlich bis Oktober 2021 abgeben. Den Zuschlag erteilt die BEG vo raussichtlich im Dezember 2021.

Fahrplanangebotwird fortgeführt

Die BEG hat das Fahrplanangebot in mehreren Schritten verbessert. Die Züge im gesamten Netz fahren mittlerweile fast durchgehend im Stundentakt, entsprechend dem Bedienstandard des Bayern-Takts. Lediglich im Streckenabschnitt Hörpolding – Garching (Alz) gibt es infrastrukturbedingt ein zweistündliches Angebot. Auf der Strecke München – Mühldorf fahren zu den Hauptverkehrszeiten zusätzliche Züge. Dieses Angebot wird im neuen Verkehrsvertrag fortgeführt.

Der jetzt ausgeschriebene Verkehrsvertrag setzt sich aus drei Betriebsstufen zusammen, die mit Infrastrukturmaßnahmen zusammenhängen: In der zweiten Betriebsstufe, voraussichtlich ab Dezember 2026, entfallen die Verkehrsleistungen auf dem Filzenexpress von Grafing Bahnhof nach Wasserburg, da diese Strecke nach der Elektrifizierung in das Netz der Münchner S-Bahn integriert wird. In der dritten Betriebsstufe, ab vo raussichtlich Ende 2028, wird das Verkehrsangebot der Gäubodenbahn von Bogen über Straubing nach Neufahrn zweistündlich bis Landshut verlängert.

Laufzeitbeträgt acht Jahre

Grund dafür ist die Inbetriebnahme der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München. Sie macht eine Neuordnung des Regionalzugangebots auf der Strecke München – Landshut – Neufahrn – Regensburg erforderlich.

Die Vertragslaufzeit beträgt acht Jahre. Der Grund dafür ist der geplante Ausbau der Strecke (München –) Markt Schwaben – Mühldorf – Freilassing (– Salzburg). Mit einer Inbetriebnahme wird Anfang der 2030er-Jahre gerechnet. Dann soll ein elektrischer Zugbetrieb auf diesen Strecken erfolgen.

Die Vergabe erfolgt im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Der Grund dafür sind die Wasserstoffneufahrzeuge, mit denen sowohl die BEG als auch die Eisenbahnverkehrsunternehmen Neuland betreten. Deshalb hält die BEG Abstimmungen für erforderlich.

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