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Wenn der Bürgermeister baut

Diese Lücke nach einer Bombardierung will Bürgermeister Hetzl füllen und ein neues Wohnhaus bauen. Dem stehe nichts entgegen, sagte der Bauausschuss einstimmig.
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Diese Lücke nach einer Bombardierung will Bürgermeister Hetzl füllen und ein neues Wohnhaus bauen. Dem stehe nichts entgegen, sagte der Bauausschuss einstimmig.

Mühldorf. – Bevor sich der Bauausschuss mit den genauen Hausbau-Plänen des Bürgermeisters befassen konnte, galt es Formalien zu klären.

Denn in der Stadtratsarbeit gilt: Wer betroffen ist, darf nicht mitreden, darf nicht mit abstimmen. So übernahm Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses die Leitung dieses Tagesordnungspunkts. Bürgermeister Michael Hetzl (UM) durfte zuhören, wie die Mitglieder über seinen Plan redeten und entschieden, ein neues Haus in der Altstadt zu bauen.

Weichselgartner stellte die Planung vor, bei der zwischen Stadtplatzhäusern und Luitpoldallee ein neues, dreistöckiges Wohnhaus entstehen soll. Es entsteht in der letzten Baulücke südlich des Stadtplatzes.

Neuer Wohnraum in der Altstadt

Laut Weichselgartner entsprechen die Pläne dem Anliegen der Stadt, im Zentrum Mühldorfs Wohnraum zu schaffen. Der Abbruch eines Teils des bestehenden Gebäudes sei aus Sicht des Denkmalschutzes möglich, weil es kein Denkmal sei.

Das Denkmalamt hat laut Weichselgartner lediglich gefordert, die Stadtmauer in das Haus zu integrieren. In der Fassade solle ein großer Glas-Bogen entstehen. „Es gibt aus unserer Sicht nichts, was gegen den Bau stehen würde“, stellte sie die Sicht der Stadtverwaltung vor, die auch die Bauausschussmitglieder teilten. „Die Grünen sind ganz begeistert von diesem Entwurf“, lobte Dr. Georg Gafus, fragte aber, warum aus der Stadtmauer Teile für den Glasbogen herausgebrochen werden sollten.

Das sei aus Sicht des Denkmalschutzes kein Problem, sagte Stadtbaumeisterin Weichselgartner, weil das, was noch da ist, nicht die alte Mauer ist. „Obwohl es von der Substanz her nicht Stadtmauer ist, sollte es erhalten werden, auch wenn Teile durch den Glasbogen ersetzt werden.“

Warum behandelt der Ausschuss den Antrag?

Nach Weichselgartners Auskunft, hätte der Bauantrag von Bürgermeister Hetzl nicht im Bauausschuss behandelt werden müssen, da er alle Vorgaben einhält. „Besondere Maßnahmen haben wir aber immer schon im Bauausschuss gehabt. Wenn es stadtbildprägend ist, sollte der Ausschuss mitsprechen können.“

Der Ausschuss sprach, und er tat das einstimmig.

Vorgängerbau Opfer der Bombardierung

Nach der Abstimmung schaltete sich der Bürgermeister dann doch noch ein. Das Bauvorhaben sei bereits seit über einem Jahr in der Planung, also lange vor seinem Amtsantritt als Bürgermeister, sagte Hetzl.

Nach seinen Angaben wird mit dem Neubau einer der letzten Kriegsschäden durch die Bombardierungen während des Zweiten Weltkriegs beseitigt. Auch der Nachbarbau, die Glaserei Feuerstein, sei nach einem Bombenschaden neu errichtet worden. Bei welchem Bombenangriff das Haus zerstört wurde, steht laut Hetzl nicht fest. „Weil es nur die hintere Reihe war, wurde es als nicht so wichtig erachtet.“

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So soll das neue Haus aussehen.

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