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Bildungsbericht schaut ins Jahr 2031

Blick in die Zukunft: Weniger Kinder und Jugendliche im Landkreis Mühldorf

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  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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Der Landkreis Mühldorf wächst weiter, die Zahl der ausländischen Mitbürger hat sich verdoppelt. Entgegen der positiven Entwicklung der Gesamtbevölkerung nimmt die Zahl der Kinder und Jugendlichen im schulrelevanten Alter im Zehn-Jahresvergleich stetig ab ( Minus 1810 Kinder und Jugendliche oder 11,2 Prozent im Vergleich von 2019 zu 2009).

Mühldorf – Der Landkreis Mühldorf hatte zum 31. Dezember 2019 115.872 Einwohner mit Hauptwohnsitz. Dies führt das Bayerische Landesamt für Statistik auf die steigenden Geburtenzahlen und insbesondere auf den verstärkten Zuzug der letzten Jahre zurück.

Ein ähnlicher Anstieg wie in der Gesamtbevölkerung kann auch für die ausländische Bevölkerung seit 2011 ausgemacht werden. Während im Jahr 2004 der Anteil der ausländischen Bevölkerung 6,4 Prozent (Bayern 9,4) betrug, hat sich dieser mittlerweile beinahe verdoppelt (2019 im Landkreis Mühldorf 12,4 Prozent) und dem bayerischen Wert von 13,6 Prozent angenähert.

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Der Bildungsbericht des Landkreises Mühldorf weist aus, dass zum 31. Dezember insgesamt 14 169 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs bis unter 19 Jahren im Landkreis Mühldorf beheimatet waren.

Entgegen der positiven Entwicklung der Gesamtbevölkerung nimmt die Zahl der Kinder und Jugendlichen im schulrelevanten Alter im Zehn-Jahresvergleich stetig ab ( Minus 1810 Kinder und Jugendliche oder 11,2 Prozent im Vergleich von 2019 zu 2009).

Kinderzahlen sind rückläufig

„Die rückläufige Gesamtzahl an Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und unter 19 Jahren setzt sich laut Prognosen auf Grundlage des Hildesheimer Bevölkerungsmodells bis zum Jahr 2031 zunächst nicht fort“, erklärte Diplom-Geographin Christiane Deinlein von Lernen.

Stattdessen soll in den nächsten zehn Jahren die Anzahl der Kinder und Jugendlichen im schulrelevanten Alter wieder steigen und im Jahr 2031 insgesamt bei 16 739 Personen liegen.

Analog zu der prognostizierten Entwicklung der Gesamtbevölkerung wird danach bis zum Jahr 2044 wieder ein Rückgang der Kinder und Jugendlichen erwartet.

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Im Schuljahr 2018/2019 besuchten insgesamt 10 865 Schüler eine allgemeinbildende Schule im Landkreis Mühldorf. Die Gesamtzahl der Schüler sank somit im Vergleich zum Schuljahr 2008/2009 um Minus 15,4 Prozentpunkte (Minus 1985 Schüler).

Bedarfsgemeinschaften steigen

Schulamtsdirektor Hans Wax: „In den nächsten fünf Jahren gehen wir von stabilen Schülerzahlen mit den bisher üblichen Schwankungen aus. Der Bildungsbericht des Landkreises geht viel weiter als unsere Fünf-Jahresplanungen.“

Im Jahr 2017 wurde ein großer Zuwachs an Kindern und Jugendlichen zwischen sechs bis unter 15 Jahren in einer Bedarfsgemeinschaft registriert. Die Bedarfsgemeinschaft sind alle Personen in einem Haushalt, in dem mindestens ein ALG II-Bezieher lebt. Die Bedarfsgemeinschaft dient unter anderem zur Bemessung der Höhe der Hartz IV Leistungen.

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Damit überschritt der Anteil an Kindern und Jugendlichen in Bedarfsgemeinschaften im Vergleich zu allen im Landkreis Mühldorf wohnhaften Kindern und Jugendlichen in derselben Altersgruppe erstmals die 7-Prozenthürde. Die Gesamtzahl der Bedarfsgemeinschaften stieg im Jahr 2017 ebenfalls , was aber hauptsächlich auf einen Anstieg der Bedarfsgemeinschaften ohne Kinder zurückzuführen war.

In den darauffolgenden Jahren 2018 und 2019 nahm die Anzahl der sechs bis unter 15-Jährigen in Bedarfsgemeinschaften wieder ab, was 2019 zu einem Anteil von 6,4 Prozent an allen im Landkreis Mühldorf wohnhaften Kindern und Jugendlichen dieser Altersgruppe führt.

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