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BILANZ DER REGIONALMESSE INN-TREND

Weniger Besucher als erwartet

Neben Firmen informierten Hilfsdienste und Kommunen über ihre Arbeit. Dabei war auch das Rote Kreuz mit Geschäftsführerin Tanja Maier. hon
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Neben Firmen informierten Hilfsdienste und Kommunen über ihre Arbeit. Dabei war auch das Rote Kreuz mit Geschäftsführerin Tanja Maier. hon

Die Messe Inn-Trend, die nach vier Tagen am Sonntagabend zu Ende gegangen ist, hat die Erwartungen der Ausstellungsmacher bei Weitem nicht erfüllt. Statt 20000 Besuchern kamen nur 12000. Bürgermeisterin Marianne Zollner sprach dennoch von einem guten Start.

Mühldorf– Drei Jahre Pause, ein neuer Veranstalter samt neuem, modernen Messekonzept: Die Inn-Trend sollte die Negativentwicklung Mühldorfer Regionalmessen stoppen. Gelungen ist das nicht, sagt Veranstalter Peter Kinold, dessen Ausstellungsgesellschaft die Messe heuer erstmals organisiert hat. „Wir sind weit, weit hinter den Erwartungen, die wir hatten.“ Er spricht von einem hohen Defizit für seine Messe-Gesellschaft.

Nach seinen Angaben erlebten die beiden ersten Messetage einen sehr schlechten Besuch, der Samstag sei besser, der Sonntag gut gewesen, aber auch diese Tage hätten weit hinter den notwendigen Besucherzahlen gelegen. Das habe auch bei Ausstellern zu Unzufriedenheit geführt. Zwei Drittel der Firmen seien enttäuscht, sagt Kinold.

Andere Aussteller hätten dagegen gute Geschäfte gemacht, vor allem diejenigen, die nicht vom Massengeschäft abhängig gewesen seien. Kinold nannte vor allem Anbieter aus dem Bereich Bauen und Ausbauen, Verkäufer für Garagentore oder Markisen als Beispiele. Produkte, für die nach Kinolds Einschätzung Besucher zielgerichtet auf die Messe gekommen sind.

Auch die Zahl der Aussteller lag unter den Erwartungen der Messegesellschaft. 220 waren das Ziel, 160 hatten gebucht. Kienold weiß allerdings auch von Interessenten, die sich bereits jetzt für eine weitere Messe interessiert hätten.

Inhaltlich habe sein Unternehmen nicht alle Vorstellungen umsetzen können. Schwerpunktsetzungen zum Beispiel im Bereich Gesundheit und Wellness seien gescheitert, weil es keine interessierten Aussteller gegeben habe. Damit sei auch kein Vortrags- und Infoangebot in diesem Bereich zustande gekommen. Gut ausgestattet gewesen sei der Schwerpunkt „Bauen und Ausbauen“.

Jetzt läuft die Analyse zu den Gründen der schwachen Besucherbeteiligung. Am Tag danach sagt Kinold zunächst: „Wir konnten das schlechte Image der Inn-Messe nicht loswerden.“ Auch Bürgermeisterin Zollner stellt die Inn-Trend in den Rahmen der bisherigen Veranstaltungen. „Vielleicht müssen sich die Leute erst wieder dran gewöhnen, dass es eine gute Messe ist.“

Trotz der schlechten Zahlen sprach Zollner von einem „guten Start“: „Ich habe mit Ausstellern gesprochen, da kam eine positive Resonanz.“ Sie hält an der Sinnhaftigkeit der Regionalmesse fest: „Der persönliche Kontakt zu den Kunden ist für die Firmen sehr wichtig.“ Deshalb habe die Messe ihre Berechtigung. Sie lobte das Konzept, das Firmen, Vereine, Verbände und Veranstaltungen mischte.

Als problematisch bezeichnete Kinold die Veranstaltungs-Doppelung am Sonntag, als der große Autosonntag auf dem Stadtplatz stattfand. Das habe Besucher gekostet und Auswirkungen auf die Aussteller gehabt. Kinold vermutet, dass deswegen kein Autohändler auf der Messe vertreten war.

Bürgermeisterin Zollner wies auch auf die am kommenden Wochenende stattfindende Bildungsmesse hin; manche Aussteller seien der Inn-Trend fern geblieben, weil sie in Burghausen engagiert seien.

Über die Zukunft der Inn-Trend soll erst in einigen Wochen entschieden werden. „Wir warten jetzt drei oder vier Monate ab, bis das Nachgeschäft gelaufen ist. Dann werden wir eine Ausstellerbefragung durchführen.“ Kinold weist auf andere Regionalmessen hin, die deutlich besser gelaufen seien und Zuwächse erzielen konnten. „Wir haben kein Interesse, die Messe nicht wieder zu machen“, sagt er. Schlussendlich würden aber die Aussteller-Firmen entscheiden, die sagen müssten, ob sie weiter auf die Messe kämen. hon

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