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Weihnachten ist für alle da

PaterJohn Kuttikottayil

In der Stadtkirche Mühldorf wurde ich herzlich aufgenommen und fühle mich wohl.

Was war für Sie das wichtigste Ereignis des vergangenen Jahres?

Die Feste, besonders in St. Peter und Paul, die ich zusammen mit engagierten Menschen feiern durfte, und die Begegnungen mit Menschen, die sich für die Pfarrei einsetzen, waren schön und bereichernd. Zwei Veranstaltungen haben mich persönlich berührt: Die erste war ein Gottesdienst im Gefängnis mit Diakon Alfred Stadler, dem Gefängnis-Seelsorger. In meinen Gedanken versuchte ich, diese Menschen zu verstehen. Was bewegt sie in diesem Gottesdienst? Wie fühlen sie sich an diesem Tag, weg von ihren Familien? Was wären ihre Wünsche an Weihnachten? Manche zeigten sich locker, andere nachdenklich und einige warteten auf die baldige Entlassung. Hoffnung in Sicht! Zu meiner Freude und Überraschung kamen zahlreiche Gefangene. Von Herzen wünschte ich ihnen Freiheit und Hoffnung und betete dafür, dass sie wirklich frei werden.

Das zweite Ereignis war die Christmette in St. Peter und Paul. Sie fand um 17 Uhr statt. Das ist doch zu früh, dachte ich mir. Zu meiner Überraschung war die Kirche voll. Zwei Leute kamen nachher zu mir. Der Imam der Islamischen Gemeinschaft und seine Begleitperson waren sehr glücklich, mit uns Weihnachten zu feiern. Danach traf ich Männer aus der Ostkirche, die eine Kirche in der Nähe suchten, um den Gottesdienst zu besuchen. Weihnachten ist für alle!

Weihnachten ist ein Fest der Begegnung zwischen Gott und Mensch. Uns wird ein Kind geschenkt. Dieses Kind macht diese Begegnung vollkommen und offenkundig. Auch wer nicht christlich ist, kann sich von dieser Begegnung durch die Geburt Christi angesprochen und eingeladen fühlen. In seiner Krippe ist Jesus nicht allein. Er schließt auch niemanden aus, sondern schenkt jedem seinen Platz bei ihm. Weihnachten ist für alle!

Was ist die wichtigste Aufgabe für das neue Jahr?

In der Stadtkirche werden viele Programme angeboten, um Menschen anzusprechen. Nach Ostern werden Kinder die Erstkommunion empfangen. Sie werden sorgfältig darauf vorbereitet. Viele Jugendliche werden das Sakrament der Firmung empfangen und sich für die Kirche engagieren. An der Vorbereitung werden wir als Seelsorger mitwirken. Veranstaltungen für die jungen Menschen finden statt, damit sie miteinander im Glauben wachsen.

Auf einen Priester kommen aber nicht nur planbare Aufgaben zu. Kranke, Sterbende oder Menschen mit Problemen können ihn jederzeit brauchen. Im Dienst der Kirche für die Menschen da zu sein, sehe ich als meine Aufgabe im neuen Jahr.

Ihr Neujahrswunsch?

Im neuen Jahr wünsche ich den Frieden in der Welt, der in vielen Ländern und Regionen bedroht ist. Ich wünsche mir, dass ich allen Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten werde, mit Gottes Liebe begegnen darf. Den Lesern der Heimatzeitungen wünsche ich Gottes reichen Segen und einen friedlichen und glücklichen Start ins neue Jahr mit göttlicher Begleitung. Möge das neue Jahr uns die Zeit schenken, um in unserer Umgebung Frieden und Freude zu stiften, damit wir am Ende des Jahres dankbar und zufrieden zurückblicken dürfen.

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