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Was für ein Kindergarten im Pollinger Gemeinderat

Josef Enzinger
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Josef Enzinger
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Eigentlich ging es bei dem Antrag von Reinhard Oberstarr lediglich um einen Antrag zum Einbau einer Tür im Kindergarten. Was folgte war eine Diskussion im Gemeinderat, in der es Bürgermeister Lorenz Kronberger an Feingefühl fehlen ließ. Ein Kommentar zum Thema.

„Der Gemeinderat der Gemeinde Polling beschließt den Einbau einer zusätzlichen Terrassentür vom Eingangsbereich (Flur) des Kindergartens in den Garten.“ So hätte der Beschlussvorschlag in der jüngsten Pollinger Gemeinderatssitzung lauten können. Es braucht kein Germanistik-Studium, um einen solchen Antrag zum Wohle der Kinder auszudeutschen. Das bringen auch andere Gemeinden im Landkreis Mühldorf hin. Nur in Polling muss dazu vorher eine unerträglich lange Diskussion stattfinden. In der stellt sich zwar heraus, dass eigentlich alle das Selbe wollen. Doch am Ende fehlt dem Bürgermeister das Fingerspitzengefühl, dies entsprechend zu kanalisieren.

Bürgermeister ohne Fingerspitzengefühl

Wieder ist es der Kindergarten, der zum Zankapfel im Gemeinderat wird. Das ist schade. Und so muss sich Kronberger schon vor der Abstimmung zurecht Kritik von Wolfgang Schwaiger gefallen lassen, dass dieser Eiertanz schlecht für das Image der Pollinger Kindertagesstätte ist. Zumal auch nicht wenige Bürger als Zuhörer in der Sitzung saßen.

Dass sich Kronberger bis zuletzt geweigert hat, konkret über den Antrag auf den Einbau einer Tür abstimmen zu lassen, und am Ende lediglich eine Absichtserklärung stand, ist peinlich. Umso peinlicher, weil der Gemeinderat nur wenige Augenblicke zuvor nach weit kürzerer Diskussion einem 1,8 Millionen Euro teurem Kindergartenanbau zugestimmt hat. Die Tür kostet wohl geschätzt maximal 20 000 Euro. Diese Diskrepanz muss man nicht verstehen. Was für ein Kindergarten.

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