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Gemeinsam nach Gott fragen

Was die Menschen bewegt: Anita Leonhardt ist neue evangelische Pfarrerin im Mühldorf

Die neue Mühldorfer Pfarrersfamilie auf der Bank im Hof der evangelischen Kirche: Anita Leonhardt, Flora, Simon Stritar und Nino.
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Die neue Mühldorfer Pfarrersfamilie auf der Bank im Hof der evangelischen Kirche: Anita Leonhardt, Flora, Simon Stritar und Nino.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Die evangelischen Christen in Mühldorf und Polling haben ihre neue Pfarrerin begrüßt. Die 39-jährige Anita Leonhardt ist Nachfolgerin von Susanne Vogt in der Erlöserkirche Mühldorf.

Mühldorf – Leonhardt stammt aus dem Landkreis Mühldorf, sie besuchte die Grundschule in Obertaufkirchen. Nach dem Abitur arbeitete sie als Au-Pair in Paris, vor ihrem Umzug nach Mühldorf war war sie in den Pfarreien Sankt Lukas in München, Olching und Waldkraiburg tätig. Bei einem Studienjahr in Brasilien, so die stellvertretende Dekanin Andrea Klopfer bei ihrer Amtseinführung, habe Anita Leonhardt gelernt, was die Menschen bewegt.

Trost spenden und begleiten

Die evangelische Theologin wurde als Katholikin geboren, vor 20 Jahren ist sie in der Erlöserkirche zum evangelischen Glauben übergetreten. Sie ist sehr gerne in der Natur unterwegs, sei es am Inn oder an der Nordsee. Sie schwimmt und tanzt gerne, geht einmal ins Kino. Der letzte Film, den sie dort gesehen hat, hieß „Das größte Geschenk“ und lief im Cinewood in der Reihe „Kirche goes Kino“.

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Als letztes Buch hat sie die Basisbibel gelesen: das ist eine innovative Bibelübersetzung für das 21. Jahrhundert mit modernen Formulierungen. Komplett gelesen hat sie als letztes Buch – mal wieder – „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ von William Paul Young, weil es die großen Fragen im Leben und danach auf den Punkt bringe und beantworte.

Pfarrerin Leonhardt ist mit dem evangelischen Pfarrer Simon Stritar verheiratet, der am 1. April seine Pfarrstelle in Neuötting angetreten hat. Das Pfarrerehepaar hat mit dem achtjährigen Nino und der vierjährigen Flora zwei Kinder.

Von der Geburt bis zum Tod

Andrea Klopfer betonte in ihrer Einführungsrede: „Viele Menschen in Mühldorf und Umgebung können sich jetzt auf eine Pfarrerin freuen, die die Menschen begleitet – vom Anfang bis zum Ende, von der Geburt bis zum Tod. Eine Pfarrerin, die da ist, die Trost spenden kann, die empathisch auf die Menschen eingeht“. Anita Leonhardt wolle mit den Gläubigen gemeinsam nach Gott fragen und sich von ihm finden lassen.

Am Ende steht die Hoffnung

In ihrer Predigt bezog sich die neue Pfarrerin auf den Korintherbrief, „einen Text, der einen beim ersten Lesen überrollt“, gehe es darin doch um Räuber, Ehebrecher und Trunkenbolde. Leicht bleibe man beim Negativen hängen, doch enthalte dieser Text Positives: „Ihr seid abgewaschen, geheiligt, gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesu und durch den Geist Gottes. Euer Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes.“

Eine Hoffnungsträgerin

Am Ende wies die neue Pfarrerin auf die Bänder mit der Aufschrift „Hoffnungsträgerin“ hin, diese Aktion der Evangelischen Kirche Deutschland will in den Zeiten der Pandemie ein Zeichen der Hoffnung setzen.

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Nach dem Segen drückte Bürgermeister Michael Hetzl die Zuversicht aus, die er – nach den dunklen Zeiten der Pandemie – beim Genießen der Musik empfunden habe. Der neuen Pfarrerin eile der Ruf voraus, dass sie neue Akzente setzen und Engagement einbringen werde. Neue Ideen und viel Glauben werden in Mühldorf und Polling auf viele engagierte Gläubige treffen. Rudi Salfer als Vorsitzender des Stadtkatholikenrats, überbrachte die Grüße des erkrankten Stadtpfarrers Roland Haimerl und des gesamten Seelsorgeteams. Salfer zitierte Hermann Hesse, dass „jedem Anfang ein Zauber innewohne“. Er wünschte Anita Leonhardt, dass dieser Zauber lange anhalten möge.

Umfangreiches theologisches Wissen

Lars Schmidt bescheinigte seiner neuen Amtsschwester ein umfangreiches Wissen über das Theologische hinaus, „sie kann auch Kita, genauso wie Bau- und Renovierungsarbeiten“. Im Bauausschuss des Dekanats sei Anita Leonhardt immer auf der Suche nach der besten Lösung gewesen.

Leben in einem neuen Haus

Franziska Mocker, Vertrauensfrau der evangelischen Gemeinde, verglich die neue Aufgabe der Pfarrerin mit einem Haus, das man bezieht, aber nicht gebaut habe. Man betrete viele neue Zimmer, manches Unpraktische wolle man umdekorieren, man werde einen Lieblingsplatz finden.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter der Leitung von Dagmar Siemund-Naumann und vom Posaunenchor unter Christine Müller. Die Orgel spielte Angelika Renges-Hößl.

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